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Robotikbranche

Familienunternehmen nach 62 Jahren insolvent – Firmenchef kritisiert hohe Bürokratiekosten

Das Robotikunternehmen Stecher aus Baden-Württemberg musste überraschend Insolvenz anmelden. Der Konzernchef macht dafür unter anderem den zunehmenden Bürokratieaufwand in Deutschland verantwortlich – daran habe auch die Regierung Merz nichts geändert.

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Stecher ist in der Robotikbranche tätig. (imago images/Westend61)

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Das Robotikunternehmen Stecher aus Baden-Württemberg erzielte noch bis vor Kurzem Rekordumsätze und wurde mit dem Innovationspreis des Landes ausgezeichnet. Nun ist die Stecher-Gruppe nach 62 Jahren Betriebstradition insolvent. Insgesamt 175 Mitarbeiter am Standort Sauldorf-Krumbach sind betroffen. Auch die Stecher Drehtechnik GmbH und die Stecher Holding mussten Anfang April Insolvenz anmelden, wie die Schwäbische Zeitung zuerst berichtete.

Das mittelständische Familienunternehmen ist in den Bereichen Robotik und Maschinenbau tätig und entwickelte unter anderem automatisierte Produktionssysteme. Zu den Kunden zählten Unternehmen aus der Automobilindustrie sowie andere Maschinenbauunternehmen. Für diese Leistungen erhielt Stecher im Jahr 2020 den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Nun steht das Unternehmen überraschend vor der Insolvenz. Für Geschäftsführer Günter Stecher, der den Betrieb in zweiter Generation leitet, ist der plötzliche Absturz „eine brutale Niederlage“ und der „tiefste Punkt meiner beruflichen Karriere“.

Als Ursachen nennt das Unternehmen unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie sowie internationale Konflikte. Firmenchef Stecher sieht die Verantwortung jedoch auch bei der Politik. Der Standort Deutschland sei durch hohen Bürokratieaufwand zunehmend teurer geworden – daran habe auch die Kanzlerschaft von Friedrich Merz nichts geändert, vielmehr habe sich die Situation weiter verschärft. Ausschlaggebend sei letztlich der Iran-Konflikt gewesen: Zahlreiche Auftraggeber hätten ihre Projekte gestoppt und Budgets eingefroren.

Während Stecher im Jahr 2021 noch einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro erzielte, sind es aktuell nur noch etwa 25 Millionen Euro. „Wir können das als Familie nicht mehr finanzieren“, erklärte die Geschäftsführung. Für die Mitarbeiter ist vorerst gesorgt: Das Insolvenzgeld sichert die Löhne für die kommenden drei Monate. Die Produktion läuft weiterhin im Mehrschichtbetrieb. Diese Zeit will Stecher nutzen, um das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens neu aufzustellen und strukturell zu verändern.

rs

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52 Kommentare

  • Meine Schwester war einmal für mein Geschäft Buchhalterin als sie einen Norddeutschen heiratete und zu ihm zog wollte sie ihre Tätigkeit auch in Norddeutschland ausüben.

    Sie scheiterte grandios an der Deutschen Bürokratie und fluchte wie ein Bierkutscher über diese.

    Deutschland ist das Asteriix bei den Römern.

    • @K.W.Alter wir Schweizer fluchen auch immer über Behördengänge und Bürokratie aber was sie in Deutschland erlebte und erzählte schlug dem Fass den Boden heraus.

      • Diskutieren Sie gar nicht erst mit solchen Leuten. Die wollen hier provozieren, werden vielleicht sogar von einer NGO dafür bezahlt und tragen nichts Sinnvolles zum Thema bei.

      • @K.W.Alter du bist bedauernswert hast du schon heute schon am Kelch von „Unserer Demokratie“ genibbelt? Das könnt ihr auch nicht.

    • Sagt der TAZ-Hetzer, troll Dich du Troll.

    • Der Beleidigungstroll hat mal wieder einen neuen Wochenendnamen. Das Niveau unterhalb der Grasnarbe bleibt allerdings bestehen.
      Trolle sind echt verlässlich und berechenbar in ihrem Tun.

      • Warum lässt Apollo das hier zu?

        • Vermutlich, weil die Klickzahlen über die Werbung Geld einbringen?Dann muss man eben ALLES akzeptieren.
          Naja, außer ungeliebten Inhalten der Kommentare, da wird überschnell zensiert = gelöscht.

          1
    • Mehr als beleidigen können Sie offenbar nicht! Über die Unsitte der ungefragten Duzerei fang ich erst gar nicht an.

  • Der Rest unserer Industrie wird von der Bürokratie erstickt. Ihr geht es ähnlich wie Timmy wo jede Aktion durch den BürokratieWolf muss.

    • Am schlimmsten fand ich immer den vielen Unsinn, in welchem man selbst mit einem wohlwollenden Blick drauf, nichts Positives finden konnte.
      Das Problem liegt meines Erachtens in der weiteren Verwaltungsebene der EU. Die muss weg.
      Je mehr Bürokraten mit unterschiedlichen Interessen an Lösungen arbeiten, umso schlimmer wird es. Wenn dann die EU noch eine einzige Fehlbesetzung mit enormer Regelungswut ist, dann kann man es nicht nur emotional nicht mehr aushalten, sondern es ruiniert auch noch.
      In Unternehmen hat man erkannt, dass viele Hyrachien enorm viel Geld kosten. In den 90 zigern fing man massiv damit an Hyrachien abzubauen. Lean Management war das Zauberwort. Das bräuchte man auch in den Verwaltungen. Keine Postensicherung mehr für brave Parteisoldaten, sondern schlanke Hyrachien für mehr Effizienz. Damit baut sich dann auch die Bürokratie ab.

    • @Matilde ach ja, der Timmy schwimm, schwimm … diese Tierquälerei beschäftigt die Deutschen mehr als ihr wirtschaftlichen Untergang.

      Einfach Irre und zur Not können dann die Raketenwissenschaftler aus dem Orient dieses Roboter Unternehmen übernehmen und retten.

      • Timmy ist wieder eine willkommene Ablenkung.
        Ähnlich wie die Wannseekonferenz 2.0.

  • Sehr gute Aussage. Frage: Warum bekommt die Regierung trotz ihrer super Experten und mit KI die Entschlackung der Bürokratie nicht hin? Zeigt die schwindende Wettbewerbsfähigkeit nicht, dass hier Einiges schief läuft?

  • Keine Warnung vor der AFD diesmal? Sonst haben die Wirtschaftsbosse ihre Kritik an Merz, ja immer gleich mit einer Warnung vor der AFD verbunden. Ist einem vielleicht Latte, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

  • Im Rahmen des Bürokratiabbaus müssen sich alle Arbeitgeber bis zum 07.06.2026 auf neue Vorgaben zur Entgelttransparenz vorbereiten. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie betrifft unter anderem die Offenlegung von Entgelt, Informationspflichten, Schadensersatzansprüche und Berichtspflichten.

  • Auch zu lange bedingungslos „Ja“ gesagt. „Ja sagen“ bringt aber keine Renditedifferenz zu anderen. Wer richtig was gewinnen will, wettet gegen die Mehrheit. Dies tut der jeweilige Marktführer in jeder Branche permanent. Er ist nur so lange besser, wie er entscheidende Dinge anders macht. Es birgt die Gefahr des Scheiterns.

  • Bürokratie? Die Firma ist wohl eher von Chinas technischen Fortschritt überrollt worden.

    • In einer solchen Situation kommt Eines zum Anderen.
      Einzelne Widrigkeiten könnte man abstellen. Aber wenn der Regen von allen Seiten kommt …

  • Tja, wenn die Bürokratie die KI erschlägt.

  • Mit ihrer Untätigkeit will doch die Regierung Merz nichts ändern oder?

  • Internationale Konflikte wird es immer geben. Besonders wenn wir uns international so tölpelhaft benehmen und Diktaturen nicht rechtzeitig abgrenzen. Entscheidend ist aber, wie wir darauf reagieren. Vor 15 Jahren hat ,an noch Abwrackprämien gezahlt um die Wirtschaft zu entlasten, heute erhöht man die Steuern um Bürgergeldempfänger als Wähler zu gewinnen.

    • Wir brauchen eine Regierung die zurückkehrt zur Marktwirtschaft: Nur wenige Rahmenbedingungen setzten (Stichwort: Monopole), die Pflichtberichtsbürokratie abschaffen (werden nur in einer Planwirtschaft benötigt, sind ein sicheres Zeichen das wir schon längst in der Planwirtschaft leben).

      Wir brauchen eine Regierung die sich auf ihre Kernaufgaben beschränkt: Innere Sicherheit vor Verbrechen, äußere Sicherheit vor jegliche Angriffe aus fremden Ländern. Sozialleistungen nur für wirklich Bedürftige. Koordination der Infrastruktur. Internationale Verträge zum Warenverkehr. Und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Würde sich der Staat auf die Kernaufgaben zurück ziehen, hätten wir maximal eine gesamte durchschnittliche Steuerlast (direkte und indirekte Steuern, Abgaben) von 20%.

      Was wir nicht brauchen sind Marktverzerrungen, dazu gehörte auch die Abwrackprämien!

  • Habe die Kommentare gelesen. Drollig, wie manche eine andere Realität herbeischwurbeln.

    • Vor allem die rotgrünen Schwurbel-Kommentare.

      • Diejenigen, die nie erfahren haben, das Geld VERDIENEN schwieriger ist als Geld AUSGEBEN.

        Sozies oder Lehrer (in Personalunion?):
        der liebe Gott weiß Alles!
        Der Lehrer weiß Alles besser …

  • Aber die letzten dreißig Jahre immer das Maul gehalten.

    • oder schlimmer noch:
      das Maul falsch aufgerissen und bei den unsäglich dummen „Vielfalt-Toleranz-Demokratie-Mehrheit-Bunt-usw“ Aktionen aktiv mitgemischt.

  • Hier https://www.sellerforum.de/forum/board/3-recht-gesetz/ können sie ein bisschen vom Wahnsinn sehen den Händler ertragen müssen. In Deutschland natürlich besonders streng,und wenn du etwas falsch machst kann dich auch ein anderer HÄNDLER teuer abmahnen,was es so nur in Deutschland gibt.In anderen Ländern verdienen Anwälte an einer Abmahnung so wenig das viele es gar nicht machen…Ist für D. natürlich ein aboluter Wettbewerbsnachteil in de EU.Von anderen Ländern die nicht mal ein Impressum vorschreiben ganz zu schweigen.

  • Ach nee, wen der wohl gewählt hat…. etwa die Pinocchio Einheitspartei?

  • Ab 1942 waren die Nachrichten dann so:

    Schweinfurt angegriffen, Kassel bombardiert, Königsberg gefallen.

    Jetzt im Grünen Reich:

    Weltmarktführer insolvent, Traditionsunternehmen macht dicht, Werkschließung…

    Wir sind am Arsch!

    Diese Staatspleite wurde Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung der Millionäre Jürgen Eiskugel-Trittin, Claudia Documenta Roth und Friedrich Blackrock-Merz.

    • Sind Sie linksgrüner Studienabbrechernder (m/w/d) der Geschwätzwissenschaften oder haben Sie einen unproduktiven Versorgungsposten in ÖD oder NGO?

  • Know how nach China… und wech.

    • Lieber K.W.Alter … Für einen helfenden Befund würde ich deine Gehässigkeiten mal bei der KI eingeben. Ansonsten sind die in Deutschland herrschenden Wirtschaftsbedingungen ja weltweit bekannt. Deswegen verlassen die Unternehmen ja auch zuhauf das Land und suchen sich anderweits bessere Bedingungen. Wer hier pleite geht, war einfach nicht schnell genug weg.

    • Stimmt genau Troll, die geistige Unterschicht im Forum verkörpert ihre Existenz.

    • Das know how befindet sich im Schmuckkästchen unterm Bett des Ehedrachens.

    • wennse nur pöbeln wolln,gehnse doch woanders spielen…

  • Jetzt hab ich´s, sie sind der Robärt H., dachte sie sollen jetzt wieder in Bärlin Märchen erzählen.

    • Kann man dir irgendwie helfen?

  • Makaber gesehen:

    Geht dieser Bürokratiewahnsinn so weiter sieht es D künftig wie folgt aus:

    Totenschein für einen Verstorbenen:

    Die Unterschrift +Stempel eines Arztes (Der Arzt muß den Tod feststellen) Was immer schon in vielen Ländern so war/ist

    Wie ich Deutsch-Schand und seinen Bürokratiewahnsinn einschätze kommt neu dazu:

    Die Unterschrift des Verstorbenen: Dieser muß bestätigen daß er tatsächlich dahingeschieden ist..schwer vorstellbar zu Lebzeiten

    Spätestens beim letzten Punkt schießt sich Deutsch-Schands Bürokratiewahnsinn selbst ins Knie weil ohne Totenschein/Sterbeurkunde keine Beisetzung erfolgt

    Ich verzichte übrigens dankend auf Kommentare von Foren-Provokateuren wie zB einem gewissen “ K.W.Alter“

  • Özdemir – wir danken Dir! Izmir übel!

  • Konzern? Industrie? Deutschland? Soll weg.

  • Nur noch etwas durchhalten, Herr Stecher, dann kommt die nächste Merz-Bazzoka, der Reiche-Doppelwumms, die Klingbeil-Rakete und das nächste „500-Milliarden-Sondervermögen“, das bestimmt dieses mal („Isch schwöre!“) auch beim Richtigen mal ankommen könnte. Und wenn sie nicht gestorben sind …

  • Und welche Partei(en) hat der Unternehmer die letzten 13 J. gewählt ?

  • Bürokratie automatisieren durch KI? Vielleicht sollten sich einige mal die Mühe machen, wieder selbständig zu denken, auch eine KI muss ja erstmal angelernt werden… Auch dieses Robotikunternehmen muss seinen Produkten erstmal sagen, was sie tun sollen.

    • Selbständig denken? Ich frage mich gerade wer bestimmten Leuten sagt was sie tun sollen😉? Wenn die Maßnahmen aus deren Überlegungen kommen welche bestimmen was zu tun ist, läuft da nicht was gewaltig schief?

  • Welch schlichtes Gemüt sich hier wieder äußert, das von den tatsächlichen Vorgängen in den Firmen genau null Prozent Ahnung hat und glaubt, sich hier äußern zu können. Hier den Brotvergleich anzubringen, wäre noch eine Beschönigung ihres Zustandes….

    • Gleichgültigkeit ist nicht „nichts tun“ – es ist der erste Schritt weg von der Liebe hin zur Lieblosigkeit, die schließlich in Hass münden kann.

    • @Alter: Dein mansplaining spricht Bände

  • wie gewählt so geliefert

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