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Für E-Autos, Windkraft und Solaranlagen

Wie der neue Kobaltrausch ganze Landstriche zerstört

In Deutschland werden sie als die Retter des Weltklimas gepriesen. Doch für Elektroautos und Windkraftanlagen werden in Afrika, Asien und Südamerika ganze Landstriche zerstört. Die Umweltbilanz der „umweltfreundlichen“ Technologien ist fatal.

Zwölf Stunden am Tag schürfen sie Kobalt für deutsche Elektroautos. Rund drei Millionen Minenarbeiter sind im Kleinbergbau in der Demokratischen Republik Kongo beschäftigt. Viele dieser Minen sind illegal und haben keine offizielle Genehmigung.

Doch sie müssen arbeiten, um ihre Familien zu ernähren und um die Versorgung mit der seltenen Erde für die Elektromobilität aufrechtzuerhalten. Rund 70 Prozent des weltweiten Kobalts werden im Kongo gefördert, ohne sie würde die Verkehrswende scheitern.

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Es droht die Umweltkatastrophe – ausgerechnet wegen E-Autos

Mit Hammer und Meißel hacken die Kobalt-Schürfer das Gestein weg – was bleibt ist eine Mondlandschaft und verschmutztes Grundwasser. Darunter leidet nicht nur die Umwelt, sondern auch der Mensch. Aufgrund der hohen Staubbelastung kommt es in der Region vermehrt zu Fehlbildungen bei Neugeborenen. Professor Célestin Banza von der Universität Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo warnt in einem Gespräch mit plusminus von einer drohenden Umweltkatastrophe.

Menschenrechtsverletzungen im Namen des Klimaschutzes. Befördert durch die Grünen, einer Partei, die sich sonst Menschenrechte auf die Fahne schreiben. Auch das neue Lieferkettengesetz der Bundesregierung hilft den Menschen nicht. „Das Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz ist gut gemeint, aber schlecht gemacht“, erklärt Matthias Wachter vom Bundesverband der Deutschen Industrie gegenüber plusminus.

Auch in Chile wird im Namen des Klimaschutzes die Umwelt zerstört. Das südamerikanische Land ist reich an Lithium. Einem Metall, das essenziell für die Herstellung von Batterien ist. In der Atacama-Wüste in Chile wird in riesigen Becken Lithium abgebaut. Um die Lithium-Pools – die bis zu 20-mal größer sind als Fußballfelder – zu füllen, werden pro Sekunde beinahe 2000 Liter Salzwasser aus der Erde gepumpt. Auch Süßwasser aus Flüssen wird zur Lithiumgewinnung verwendet. 

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„Elektroautos sind nicht die Rettung des Planeten“

Die Folge: Die Wüste wird trockener und die Lebensgrundlage der Ureinwohner Chiles wird bedroht. Gegenüber der Deutschen Welle (DW) berichten sie, dass Wasser zwar immer knapp war, die Lithium- und Kupfergewinnung die Situation jedoch maßgeblich verschärft haben. „Wir wollen, dass die Menschen wissen, dass Elektroautos nicht die Rettung des Planeten sind“, erklärt Jorge Alvarez Sandon von der Coyo-Gemeinschaft gegenüber DW.

Auch für die grünen Heilsbringer Wind- und Solarenergie wird in anderen Ländern die Umwelt zerstört. Grund dafür sind die Unmengen an seltenen Erden, die zur Herstellung benötigt werden. Für 1 qkm großen Solarpark werden 11 Tonnen Silber benötigt. Für eine off-shore Windturbine 67 Tonnen Kupfer. Im Vergleich: In einem neuen iPhone sind etwa 25 g Kupfer verbaut.

Drohende Metallkrise

„Der Bedarf an Kupfer wird in den nächsten weiter stark steigen“, erklärt Bernhard Wahl von der Aurubis Kupferhütte in Hamburg gegenüber 3sat. Wachter geht sogar weiter, er erwartet in den kommenden Jahren eine „Metallkrise“ aufgrund der stetig steigenden Nachfrage. Dadurch würden alle Produkte in denen Batterien verbaut sind wie Handys, Fernsehgeräte und auch Elektroautos teurer werden.

Zeitgleich heißt es, dass im Westafrikanischen weiterhin Guinea Dörfer umgesiedelt oder Einwohner vertrieben werden, um Rohstoffe abzubauen. Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzung, um die grüne Energiewende am Laufen zu halten.

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