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DIW-Chef Fratzscher

Lieblingsökonom der Ampel blamiert sich bei Illner

Deutschlands Wirtschaft schrumpft. Die Politik hat alle Hände voll damit zu tun, dies zu verändern. Der Lieblingsökonom der Ampel, Marcel Fratzscher, will davon aber nichts wissen und redet sich die Welt bei Illner schön.

In der ersten Ausgabe Maybrit Illner nach der Sommerpause geht es um die wirtschaftliche Situation Deutschlands. Nicht ohne Grund: Deutschland befindet sich in einer Rezession, wie der IFO-Geschäftsklimaindex zeigt, die Inflation sinkt nicht wirklich und hohe Energiepreise verschrecken die Unternehmen. Für den Ökonomen und DIW-Chef Marcel Fratzscher, gern gesehener Talkshowgast und seit vielen Jahren der wichtigste Berater unserer Regierungen, ist das offenbar kein Grund zu Sorge. Ganz nach dem Motto „Hier gibt es nichts zu sehen“ verteidigte er gestern skurril die gegenwärtige wirtschaftliche Situation Deutschlands.

Fratzscher spielt Situation herunter

Die Grundstimmung der Sendung ist nicht etwa sommerlich entspannt, sondern direkt düster. Deutschland hinkt bei seinem Wirtschaftswachstum hinterher, die Inflation sorgt die Bürger und Deutschland ist auf dem besten Weg in eine Rezession, so moderiert Illner die Sendung an.

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Und damit beginnt die große Fratzscher-Show – das augenscheinliche Ziel: alles dafür tun, dass es so aussieht, als hätte Deutschland gar kein wirtschaftliches Problem. So behauptet Fratzscher selbstbewusst, wir dürften nicht vergessen, dass wir in Deutschland eines der höchsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukte weltweit haben. Schade nur, dass wir laut des Internationalen Währungsfonds (IWF) gar nicht in den Top 15 sind.

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Und Fratzscher redet munter weiter: „Wir sind sehr gut darin, uns schlecht zu reden“, sagt er. Deutschland sei „Opfer des eigenen Erfolgs“. „Wir waren sehr lange der Primus. Wer als Klassenbester schwächelt, wird zuerst so richtig abgewatscht. Und das passiert gerade“, erklärt der Ökonom.

Das sei auch der Grund für die stagnierende Wirtschaft, so Fratzscher weiter. „Wirtschaft hat viel zu tun mit Psychologie und Vertrauen. Viele Unternehmen investieren nicht, wenn sie nicht ein gewisses Grundvertrauen darin haben, dass es eine gewisse Perspektive gibt, dass es sich lohnt zu investieren.“ Er kritisiert: „Wir reden uns schlecht.“

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In den Kapitalabflüssen sieht Fratzscher das „Spiegelbild der Exportstärke“. „Sie sind etwas total Positives“, so der DIW-Chef. Absurd: Die Tatsache, dass immer weniger Firmen in Deutschland investieren, ist für Fratzscher keine negative Entwicklung, keine Gefahr für unsere Wirtschaft. Nein, es sei ein Spiegelbild unserer Exportstärke – sozusagen eine positive Begleiterscheinung.

Und auch die Entwicklung, dass immer mehr Unternehmen das Land verlassen, die meisten wegen zu hohen Energiekosten, spielt Fratzscher herunter. Er glaube nicht an den Abwanderungswillen vieler Firmen. „Das ist oft Panikmache“, meint Fratzscher. Weiter sagt der Ökonom: „Transformation heißt, Veränderungen zulassen. Ja, es werden auch einzelne Arbeitsplätze verloren gehen. Aber wenn wir langfristig Arbeitsplätze sichern, müssen wir kurzfristig diese Veränderungen zulassen.“ Die Menschen, die gerade ihren Job verlieren, weil Unternehmen sparen müssen, werden das wohl nicht ganz so entspannt sehen.

Fratzscher schon oft mit falschen Aussagen gestraft worden

Es ist längst nicht das erste Mal, dass Fratzscher mit regierungsfreundlichen und skurrilen Aussagen auffällt. So hatte er etwa Juni 2022 in einem Gastkommentar für das Handelsblatt geschrieben: „Wir stehen vor einem Jahrzehnt erhöhter Inflation – und das ist gar nicht so schlecht.“ In dem Artikel hieß es dann: „Wir sollten uns mittelfristig auf Preissteigerungen von bis zu vier Prozent einstellen. Die gute Nachricht: Bei der notwendigen Transformation könnte das sogar helfen.“

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Noch im Herbst 2021 hatte er genau diese Inflation noch für unmöglich gehalten. Auf Twitter schrieb er damals: „Die Inflation wird 2022 wohl wieder unter 2 % (Definition von Preisstabilität) sinken, und auch 2023 wohl fallen. Prognosen sind immer mit Unsicherheit behaftet, aber: Eine zu schwache Inflation ist deutlich wahrscheinlicher als eine zu hohe Inflation.“ Im selben Monat schrieb er, erneut für das Handelsblatt, einen Kommentar mit der Überschrift: „Die höhere Inflation ist willkommen – und notwendig für die Transformation der deutschen Wirtschaft“.

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