Werbung

Queerer Hintergrund wurde verschwiegen

Kleinkind war auf Hamburger LGBTQ-Sexparty

Liebesschaukeln, Fesselspiele und ein Kleinkind – am Samstag fand im „25 Club“ auf der Hamburger Reeperbahn eine wilde Sexparty statt. Auf der auch ein drei- oder vier-jähriges Kind gesichtet wurde. Was jedoch niemand berichtete: Die Veranstaltung war eine CSD-Aftershowparty.

„Es erwartet Euch ein freistehendes, um 45° neigbares Andreaskreuz mit unendlichen Fixierungsmöglichkeiten. Bespielt werden will ein BDSM-Gynstuhl in Profiausführung und der legendäre, Ultimate Bondage Stahlkäfig‘, beide natürlich auch in Vollausstattung“ – so bewarb der Veranstalter „Savage“ die Swinger-Party, die am Samstag, den 5. August, im „25 Club“ stattfand laut der BILD. Viele Zeitungen schrieben über die Party, auf der sich über 1.000 Teilnehmer vergnügten, während ein kleines Kind, mitten unter ihnen, alles beobachten musste. Was jedoch keiner berichtete, war der Anlass: Der Hamburger Cristopher Street Day (CSD).

Das drei bis vier Jahre alte Kind wurde also auf keiner gewöhnlichen Swingerparty, sondern einer Veranstaltung gesichtet, die explizit für „Pride“, „Vielfalt“ und „Toleranz“ warb. In der Instagram-Story von „Savage Sexpositive“ wird mit sämtlichen queeren Flaggen für Transsexuelle, „Genderfluide“, „Inter“-Personen, Pansexuelle und alle anderen LGBTQI- Geschlechtsidentitäten geworben. Mit BDSM-„Spielräumen“ (BDSM bedeutet Bondage und Diszipline, Dominanz & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus), mit „Sex“ und „Orgasmus.

Werbung

Ein Kleinkind zwischen Orgien und Sexschaukeln

Und den musste laut Augenzeugenberichten ein kleines Kind mitansehen. Ein Pärchen, das zweimal das drei- bis vier-jährige Kleinkind gesichtet hat, berichtete der BILD später schockiert: „Ein [mutmaßlicher] Mitarbeiter hatte sein 3-4 jähriges Kind dabei, welches wir 2x getroffen haben, auch als Paare an der Sling (Sexschaukel) und auf den Bänken neben der Tanzfläche gespielt haben (Sex hatten)!“. Ein anderes Swinger-Paar erklärte: „Es ist nicht zu entschuldigen, dass ein Kind nur ansatzweise von solch einer Party was zu sehen bekommt. Jeder der diese Party mit grün bewertet hat, sollte mal wirklich in sich gehen und überlegen, ob er das tolerieren kann.“

Der Veranstalter Savage behauptete, das Kind sei aus einer Hausmeisterwohnung neben dem Club entwischt. „Der Pächter hat uns die entsprechenden Konsequenzen zugesichert“, versucht der Veranstalter auf der Internetseite zu beschwichtigen. Augenzeugen widersprechen laut BILD jedoch: „Leider passt diese Schilderung nicht zu unseren Beobachtungen: Denn das Kind war immer in Begleitung eines Erwachsenen, von dem wir hoffen, dass dieser immerhin auch die Aufsichtsperson war – andernfalls gibt uns das noch mehr Grund zur Sorge. Zudem hat niemand aus dem Team in den Situationen eingegriffen.“

Bei der Polizei Hamburg wurde bereits eine Anzeige eingereicht, welche noch geprüft werden muss.Kleinkind auf LGBT-Sexparty gesichtet

Werbung