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Bayern

Kirchenverbände attackieren Söders Gender-Verbot: Unterdrückt „queere“ Katholiken

Katholische Frauen- und Jugendverbände stellen sich in Bayern gegen das neue Genderverbot für Behörden. Es würde behindern, dass katholische Jugendliche frei ihre „Queerness“ ausdrücken können.

Von

KDFB-Vorsitzende Birgit Kainz

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Nachdem die bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern vor kurzem ein Verbot des Genderns in allen Behörden, auch Schulen, beschlossen hatte, kommt jetzt ausgerechnet von einigen Kirchenverbänden Kritik.

Wie der BR berichtet, attackieren der Katholische Deutsche Frauenbund Bayerns (KDFB) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Bayern (BDKJ) die Verordnung. „Auch unzählige katholische Heranwachsende werden nach Ostern in die Schulen und Universitäten gehen und sich mit einem Lehrbetrieb konfrontiert sehen, in dem ihre eigene Queerness nicht mehr frei als Lebenswirklichkeit thematisiert wird“, behauptet etwa die geistliche Verbandsleiterin des BDKJ Bayern, Maria-Theresia Kölbl.

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BDKJ-Landesvorsitzender Florian Hörlein betont derweil „beim BDKJ Bayern werden wir selbstverständlich weiterhin ermutigen, geschlechtersensibel zu sprechen.“ Ein „ausdrückliches Verbot des Genderns an Schulen und staatlichen Behörden ohne jede Form der Klarstellung zur Bedeutung von gendersensibler Sprache und Gleichberechtigung“ sei „enttäuschend“, findet die KDFB-Vorsitzende Birgit Kainz.

Für sie ist das Gender-Verbot ein „neuer Tiefpunkt“. Kainz bringt gar eine vermeintliche Gefahr für die Demokratie ins Spiel. Sie meint: „Es ist ein Rückwärts-Trend, der große Sorge auslöst, in einer Zeit, in der zunehmende Polemik unsere Demokratie erschüttert.“

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