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Katrin Göring-Eckardt: Ostdeutsche „hängengeblieben“

Im Interview mit dem Tagesspiegel findet die Vize-Präsidentin unseres Bundestages, Katrin Göring-Eckardt, deutliche Worte für Ostdeutsche, die lieber die AfD als die grüne Verbotspartei wählen: Sie seien „hängengeblieben“.

„Von den Menschen im Osten und ihren Lebensgeschichten kann unser vereintes Land lernen“ – so Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, auf ihrer Internetseite. Doch entweder hat sich die PR-Abteilung der Grünen-Politikerin hier auf eigene Faust lyrisch ausgetobt oder sie hat ihre Meinung geändert. In einem aktuellen Interview mit dem Tagesspiegel hat Göring-Eckardt nämlich keine liebevollen Worte mehr für Ossis übrig – Im Gegenteil: Ostdeutsche seien „in der Diktaturverherrlichung hängengeblieben“.

Anlass für das Interview war Göring-Eckardts „Demokratie-Tour“, mit der sie gegen „Vereinfacher“ und „Unsicherheit“ in den ländlicheren Gebieten Ostdeutschlands ankämpfen will – mit der sie also Werbung für Grüne Verbotspolitik und gegen die AfD machen möchte. Angesprochen auf die Frage, ob Frau Göring-Eckardt dem früheren Ostbeauftragten Marco Wanderwitz, zustimme, dass einige Ostdeutsche auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen seien, offenbart die Grüne, was sie wirklich über „Menschen aus dem Osten“ denkt. 

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„Irgendwo in der Diktaturverherrlichung“

Die Frau, die selbst aus Thüringen stammt und noch im März klagte, dass der bloße Satz „Ich bin eine Ostdeutsche“ zu Diskriminierung führt, erklärt Ossis pauschal zu Freiheitsfeinden. Anders als sie, die „für Freiheit auf die Straße gegangen“ sei, sind „einige“ Ostdeutsche „irgendwo in der Diktaturverherrlichung hängengeblieben, weil dort jemand anderes für sie alles lösen musste“. Übersetzt bedeutet das: Die Menschen sind entweder zu faul oder Unwillentlich ihr Leben selbst zu gestalten und wollen einen strengen Anführer, der ihnen vorgibt, was sie machen dürfen und sollen. 

Das sagt ausgerechnet die Funktionärin einer Partei, die Bürgern vorschreiben möchte, wie sie sprechen, wie sie ihre Wohnung heizen, wie sie zur Arbeit kommen und am liebsten wahrscheinlich auch, was sie denken sollen. Ironisch, würde man meinen. Doch in den Augen von Frau Göring-Eckardt ist jeder, der das jetzt irgendwie negativ interpretieren möchte, wahrscheinlich einfach zu blöd, um zu verstehen wie wichtig und freiheitsliebend die grüne Politik in Wirklichkeit ist.

Der „überforderte“ Ossi

Zumindest glaubt die Grüne daran, dass Ostdeutsche, die die AfD wählen – und das sind in Thüringen aktuell ganze 34 Prozent – „überfordert“ seien. Nicht, dass viele Ossis vielleicht einfach genug von grünen Heilsversprechen, wirtschaftlichem Zerfall, sektenartigen Warnungen vor der Klima-Apokalypse und der Propagierung von Gendersternchen haben. Doch das muss sie auch, wenn sie wirklich denkt, dass die Grünen keinerlei Mitverantwortung am Aufstieg der AfD haben. 

Die Ossis sind einfach zu blöd, zu freiheitsfeindlich – und: zu arm. Deswegen müsse man „Reichtum besser teilen“. Mit diesem Aufruf zur Enteignung und Umverteilung zeigt Frau Göring-Eckardt zum Schluss des Interviews dann auch, wer wirklich noch in den sozialistischen Gedankenkonstrukten der DDR hängengeblieben ist. 

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