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Ausschreitungen vor dem Nationalfeiertag

In Frankreich brennen 218 Autos – in einer Nacht

Trotz eines gigantischen Polizeiaufgebots, haben in der Nacht auf den 14. Juli - den französischen Nationalfeiertag - insgesamt 218 Autos in Frankreich gebrannt. Es gab 97 Festnahmen und drei verletzte Polizisten.

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Nach den schweren Ausschreitungen der letzten Wochen war die Angst in Frankreich groß, dass die Gewalt an ihrem Nationalfeiertag, dem 14. Juli, erneut eskalieren könnte – dass Autos und Wohnhäuser wieder in Flammen aufgehen, Geschäfte geplündert und Menschen verletzt werden. Um das zu verhindern, setzte man bereits im Vorfeld der Feierlichkeiten auf ein gigantisches Polizeiaufgebot – 45.000 Polizisten sollten die Nacht vom 13. und 14. Juli sichern. Wie französische Medien jetzt berichten, allerdings mit mäßigem Erfolg.

Laut der französischen Zeitung BFMTV bezeichnete die Regierung die Nacht von Donnerstag auf Freitag zwar als „relativ ruhig“, doch es kam erneut zu schwerer Brandstiftung, Festnahmen und Verletzten. Insgesamt seien nach Angaben des Innenministeriums 218 Autos angezündet worden – in nur einer einzigen Nacht. Laut BFMTV habe es außerdem 97 Festnahmen und drei verletzte Polizisten gegeben. 

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Es wird außerdem berichtet, dass es erneut zu Angriffen mit Pyrotechnik auf die Polizei gekommen seien soll – in den sozialen Medien kursieren Videos, die die Ausschreitungen zeigen sollen:

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So bereitete sich Frankreich auf mögliche Ausschreitungen vor

Wie die französische Zeitung le figaro berichtet, wurden in den Tagen vor dem Nationalfeiertag in ganz Frankreich mehrere Tonnen Pyrotechnik und Feuerwerkskörper beschlagnahmt – in sieben Tagen hätten die Behörden demnach mehr Material sichergestellt, als im ganzen letzten Jahr. 

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Innenminister Gérald Darmanin dankte den Einsatzkräften von Polizei und Zoll auf seinem Twitteraccount für ihr „entschlossenes Handeln“. 

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Darmanin kündigte am Mittwoch außerdem an, dass man sich angesichts der zurückliegenden Ausschreitungen mit „vorausschauenden Maßnahmen, mehr Personal und erheblichen technologischen Mitteln“ vorbereite – darunter zählten unter anderem Helikopter, Drohnen und gepanzerte Fahrzeuge. Am 13. und 14. Juli seien 130.000 Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz – 45.000 würden „jeden Abend gezielt zur Bekämpfung der Gewalt mobilisiert“. 

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Dass diese Bekämpfung in der Nacht auf Freitag erfolgreich war, würden wohl zumindest die Besitzer der 218 ausgebrannten Fahrzeuge bestreiten. Die Festakte am 14. Juli selbst, verliefen bislang jedoch weitgehend störungsfrei. Ob die Nacht des Nationalfeiertages erneut Ausschreitungen mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten. 

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