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Sprengstofffund

Angeblicher Sabotageversuch an Gasleitung in Serbien – Vučić informiert Orbán kurz vor ungarischer Wahl

Kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn melden Serbien und Ungarn einen möglichen Sicherheitsvorfall an einer zentralen Gasleitung. Präsident Aleksandar Vučić spricht von Sprengstoff nahe der Trasse.

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Serbiens Präsident Aleksandar Vučić und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. (IMAGO/Xinhua)

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Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat den Fund von Sprengstoff nahe einer wichtigen Gasleitung im Norden des Landes öffentlich gemacht. Nach seinen Angaben entdeckten serbische Sicherheitskräfte bei Kanjiža unweit der Grenze zu Ungarn Sprengstoff und Zünder in der Nähe der Trasse. Vučić sprach von Material mit „verheerender Kraft“. Weitere Angaben zu möglichen Tätern oder Hintergründen machte er zunächst nicht.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, Vučić habe ihn telefonisch über den Vorfall informiert. Daraufhin berief Orbán für Sonntag eine Sitzung des nationalen Verteidigungsrats ein. Bei der betroffenen Infrastruktur handelt es sich um einen Abschnitt des Balkan-Stream-/TurkStream-Systems, über das russisches Gas über die Türkei und den Balkan auch nach Ungarn gelangt. Die Leitung zählt zu den wichtigen Versorgungsrouten für die Region.

Ob tatsächlich ein konkreter Sabotageversuch bevorstand, ist bislang offen. Öffentlich vorgelegt wurden bisher weder Fotos des Fundes noch nähere Angaben zu Motiv oder möglichen Tätern.

Politisch ist der Zeitpunkt heikel. In Ungarn wird am 12. April ein neues Parlament gewählt. Orbán steht dabei unter Druck, mehrere Umfragen sehen die Oppositionspartei Tisza von Péter Magyar deutlich vor Fidesz. Magyar stellte die Darstellung der Regierung bereits öffentlich infrage. Vučić gilt zugleich als enger politischer Verbündeter Orbáns.

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15 Kommentare

  • Gibt es auch Sichtungen von ukrainischen Segelbooten? Das wäre verdächtig 😀😀😀

    • Es ist ein diplomatisches Hickhack zwischen Brüssel, Kiew und Budapest:
      Die Europäische Union hat eine Expertengruppe losgeschickt, um die beschädigte Druschba-Pipeline in der Westukraine zu reparieren.
      Doch die Fachleute sitzen in Kiew fest – ihnen fehlt die Genehmigung, das Pipeline-Gelände zu betreten.
      Wie n-tv.de berichtet, irritiert die ukrainische Blockade die Verantwortlichen in Brüssel. EU-Diplomaten beurteilen das Handeln Kiews als „unklug“ und „rätselhaft“. Offiziell begründet die ukrainische Regierung die fehlende Genehmigung mit Sicherheitsbedenken.
      Doch Präsident Selenskyj macht keinen Hehl daraus, dass ihn die russischen Öllieferungen nach Ungarn stören. „Ich wäre ehrlich gesagt dagegen, die Pipeline zu reparieren“, sagte er offen. Eine Wiederaufnahme des Öltransits verglich er mit der Aufhebung von Sanktionen gegen russisches Öl.
      Der ukrainische Präsident Selenskyj ist zu einem Antrittsbesuch in Syrien angekommen…

      • Tja, da ist für mich alles klar

      • Selenskyj ist ein Hütchenspieler.

  • Tja was soll man sagen. Wäre die Welt OHNE Selensky nicht schöner und besser 😉

    • Ohne Putin,
      Wer griff Ukraine an ?

      -11
      • Die Anstalt kann ihnen weiterhelfen…

      • Wann fängt Ihre Zeitrechnung an, Feb. 2022?

      • Mir egal. Nicht unser Krieg!

  • Hat eine Drohne da was fallen lassen?

  • Diese ganzen Meldungen sind nichts mehr wert. Könnte genauso stimmen wie auch false flag sein. Wem nutzt es? Und wem nutzt die Veröffentlichung der Meldung?

  • Zitat: „mehrere Umfragen sehen die Oppositionspartei Tisza von Péter Magyar deutlich vor Fidesz“

    Für AN spielt es wohl keine Rolle, dass es hauptsächlich neuere Institute sind und von wem diese finanziert werden.

  • EUkraine versucht alles um Ungarn zu destabilisieren. Orban sollte die stimmauszählungen durch mehrere Kameras und agenten bewachen lassen. Man will ihn mit allen Mitteln loswerden.

  • Ich finde Apollo vernachlässigt die Wahl in Ungarn etwas. Dabei gäbe es vieles über die Hintergründe und über Peter Magyar zu schreiben. Ich finde diesen Artikel zB sehr interessant und habe dadurch vieles erfahren das ich nicht wusste
    https://www.achgut.com/artikel/der_wertewesten_wieder_einmal_auf_der_seite_eines_irrlichternden_schaumschlaegers
    Der Wertewesten wieder einmal auf der Seite eines irrlichternden Schaumschlägers
    Knapp zwei Wochen vor den nationalen Wahlen am 12. April ist es offenkundig geworden, dass Ungarn zum Schlachtfeld von mehreren fremden Geheimdiensten geworden ist. Sicherlich hatte Viktor Orbán Recht, als er in einem Interview mit dem linken Journalisten Egon Rónai darauf hinwies, dass es einem kleinen, seiner Größe nach unbedeutendem Land nicht gut tue, wenn es bei einer Wahl weltpolitische Bedeutung erlange. Was sich in den letzten Tagen in Ungarn abspielte und sich weiterhin abspielt ist jedoch keine bloße Spionagegeschichte…

  • Ein offensichtlicher Versuch der beiden Autokraten, die progressive Welle in Ungarn aufzuhalten. Aber das wird nichts. Die Regenbogenfahne wird über Budapest wehen und Orban und seine Mafia werden zu spüren bekommen, was „illiberal“ wirklich bedeutet.

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