Zwischen Schießbefehl und Volksaufständen: Warum die Politik die Proteste diffamiert

2 Antworten

  1. Haruki Edo sagt:

    Ja, das ist alles schon ganz schön blöde, nicht wahr?
    Da haben die klugen Deutschen ihren Regierungen über fast zwei Jahrzehnte den Auftrag erteilt, Deutschland energiemäßig von einem Despoten abhängig zu machen-obwohl ihre Verbündeten den Deutschen immer und immer wieder gesagt haben, dass sie sich damit in furchtbare Schwierigkeiten bringen und der Despot wahrscheinlich einen Krieg anfängt…
    …und was ist dann passiert?
    Der Despot hat einen Krieg angefangen und die Deutschen sind in furchtbaren Schwierigkeiten.
    Wer hätte das bloß voraussehen können? Ach ja, alle außer den Deutschen, obwohl die natürlich am klügsten sind.
    Und jetzt jammern und wehklagen sie, die Klügsten von allen, und fühlen sich schlecht behandelt.
    Ihre Verbündeten aber, die ihnen nicht abnehmen wollen, dass sie wirklich so dumm sind, fragen sich, ob sie sich verraten fühlen sollen.

    Was werden denn die frierenden Demonstranten im Herbst und Winter fordern? Doch wahrscheinlich, dass sie ihr billiges russisches Gas wieder bekommen. Dass sie dafür ihre Verbündeten endgültig verprellen würden, wird sie nicht abschrecken.
    Aber wie werden die wohl reagieren? Wird das gut für Deutschland sein?

    Die Washington Post hat kürzlich schon mal angedeutet, mit wieviel Verständnis die Deutschen in so einem Fall rechnen könnten. O-Ton „wenn sie frieren, dann frieren sie halt, es ist ganz alleine ihre Schuld“, fast könnte man meinen, da ist jemand mit seiner Geduld am Ende, nicht wahr?
    Aber kann man diese Zusammenhänge überhaupt mit einem Volk diskutieren, das schon lange nicht mehr dazu in der Lage ist, die Konsequenzen seines Handelns abzusehen?
    Was soll man da machen, als Regierung?
    Endgültig in Putins Falle tappen, dem Westen den Rücken kehren und sich auf eine Zukunft als Vasall von Russland freuen?
    Ist das die demokratischere Option?
    Ich glaube, darüber würden Sie sich dann auch beklagen….solange das dann noch erlaubt ist.

  2. Marcel Arndt sagt:

    Sehr guter Beitrag.