Zum CSD: Perverse helfen nicht gegen Vorurteile

Von Max Roland | Der sogenannte „Pride-Month“ ist zwar vorbei, aber die „Christopher Street Days“ werden wohl noch einige Monate weiterlaufen. In vielen Städten finden diese Paraden statt. CSD’s sind mittlerweile eine Art Tradition: Schwule, Lesben, Bi-und Transsexuelle gehen auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Das war zumindest mal die Idee: Heute sammelt sich auf diesen Paraden alles, was anders ist oder anders sein will als die Norm.  Was ist das Ziel der Paraden, die unter anderem als Motto „Loud and Proud“ nehmen? Man will gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für die eigenen Rechte demonstrieren: Gegen Vorurteile, für Toleranz. Doch  CSD bedeutet nicht, dass Menschen bürgerlich demonstrieren gehen, eher das Gegenteil. Alles, Hauptsache es gruselt dem „Spießbürger“, scheint das Motto zu sein. Ich will gar nicht das Recht dieser Leute in Frage stellen, sich so zu kleiden: Ich will aber in Frage stellen, ob das hilfreich ist.

Diese Paraden galten einst dem Einsatz für die Gleichberechtigung von „LGBTs“. Doch was bleibt davon übrig in einer Gesellschaft, in der diese Gleichberechtigung weitgehend herrscht? Die Antwort: Linker Kulturkampf und Selbstinszenierung. Möglichst exzessiv Party machen, provozieren – und das alles auf der Straße. Das ist CSD, wie wir ihn erleben. Ein Parteiübergreifender Parteitag von allem, was im weitesten Sinne Links ist, dominiert die Parade. In Berlin wurde dieses Jahr die Solidarität mit Palästina gefordert – ein Gebiet, in dem nur 5% der Menschen homosexuelle Beziehungen akzeptieren. Nackte, angemalte Männer, Drag-Queens, Lack und Leder prägen das Bild, nicht der Kampf für die Rechte sexueller Minderheiten. Gefeiert wird das von weiten Teilen des Mainstreams: Selbst WELT-Mann Ulf Poschardt postete ein Bild von vier nackten Männern, die ein Schild mit der Aufschrift „Nudista, Nudista, Antifaschista“ hochhielten. Sichtlich ergriffen von diesem Anblick twitterte er, er sei „selten so Stolz auf dieses Land gewesen“ wie beim CSD Berlin. Die Welt, das alte Springer-Schlachtschiff gegen die 68er, hat auch einen langen, traurigen Weg hinter sich. 

Kritik an solchen Exzessen? Unerwünscht. Der JuLi-Landeschef in Brandenburg zum Beispiel nannte Homosexuelle, die kritisierten, dass solches Verhalten der eigenen Community schade, spießige „Twitter-Twinks“. Was wohl los wäre, wenn ein AfDler den gleichen Terminus gegenüber Homosexuellen gebraucht hätte. Froh, nicht einer von solchen JuLis, sondern stattdessen ein echter Liberaler zu sein, nahm ich dann auch eine Blockierung wegen Kritik an seinen Aussagen in Kauf.

Es bleibt den CSD-Teilnehmern nur zu empfehlen, zu überdenken, welches Bild solche Leute zeichnen.

4 Antworten

  1. Karl Heinz Hess sagt:

    Wisst ihr was da wirklich gefeiert wird?
    Die Stammkunden waren Drogenabhängige, Transvestiten, erwachsene Homosexuelle und minderjährige Stricher…

    Durch ein zerbrochenes Fenster wurde Benzin nach innen geschüttet und angezündet. Die Parole hieß: „Röstet die Bullen!“ (“Roast the pigs alive!“)4. John O’Brien, einer der Gründer der politischen Homosexuellengruppe Gay Liberation Front, war an vorderster Stelle mit dabei. Jahre später gab er zu: „Unser Ziel war es, die Polizei zu verletzen. Ich wollte diese Bullen umbringen.

    https://luegenpresse2.wordpress.com/2015/09/29/csd-ein-kampf-fuer-schwulenrechte/

  2. moneypenny sagt:

    Ich hab’s live gesehen „Queers for Palestine“ – das hätten die mal in Neukölln probieren sollen (geschweige denn in Gaza)…. Wie doof kann man sein?