ZPS errichtet “Gedenkstätte” angeblich mit Totenasche aus dem Holocaust

Von Marvin Wank | Das „Zentrum für politisch Schönheit“ (ZPS) fiel in der Vergangenheit schon mehrfach durch moralisch äußerst fragwürdige Aktionen auf. Auch ein Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde gegen das Kollektiv schon eingleitet. Doch das jüngste Projekt der „Aktivisten“ ist an Widerwärtigkeit wirklich kaum noch zu überbieten. 
Die Gruppe um Philipp Ruch installierte vor dem Reichstag ein „Mahnmal“ für die Opfer des Holocausts. Ziel der Aktion sei es die Unionsparteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD zu warnen.
Teil des Mahnmals ist eine Stahlsäule, die nach Angaben der Gruppe menschliche Überreste von Holocaustopfern enthält. An 23 Stellen im Umkreis von ehemaligen Konzentrationslagern in Deutschland, Polen und der Ukraine – behauptet das ZPS – habe man in den letzten zwei Jahren über 200 Bodenproben genommen in denen man Knochen- und Aschereste gefunden habe. 

<blockquote class=”twitter-tweet”><p lang=”de” dir=”ltr”>Wir haben eine Gedenkstätte mit der Asche der Ermordeten Hitlerdeutschlands an dem Ort errichtet, an dem die Konservativen 1933 die Macht leichtfertig in die Hände von Mördern gelegt haben. Nie wieder vergessen!<br>Alles dazu unter: <a href=”https://t.co/o74y5yFBTI”>https://t.co/o74y5yFBTI</a> <a href=”https://t.co/ojvGpg3c2f”>pic.twitter.com/ojvGpg3c2f</a></p>— Zentrum für Politische Schönheit (@politicalbeauty) <a href=”https://twitter.com/politicalbeauty/status/1201498914433720320?ref_src=twsrc%5Etfw”>December 2, 2019</a></blockquote> <script async src=”https://platform.twitter.com/widgets.js” charset=”utf-8″></script>


Im Jahre 2019 schänden „Künstler“ die Ruhestätten der Opfer des grausamsten Massenmords der menschlichen Geschichte. Und werden von Teilen der Gesellschaft bejubelt. Es ist dabei wohl völlig egal, dass die Nazis die Juden nicht nach religiöser Tradition bestatteten, sondern ihre Überreste gedankenlos verklappten. Jedem, der sich auch nur eine Milisekunde mit der Bedeutung der Totenruhe im Jundentum auseinandersetzt, wird klar, wie widerwärtig hier die Würde und Tradition derjenigen ignoriert wird derer man gedanken will. 
Das ZPS will aus den Opfern eine furchtbaren Massenmords nicht nur politisches Kapital schlagen Nein, als wäre das nicht genug, verkauft man hier (https://sucht-uns.de/) für 75€ „Schwurfwürfel“ mit eingelassener Bodenprobe, also mit Überresten der getöteten Juden. Mit den Holocaustopfern Geld verdienen zu wollen ist an Perversion wirklich nicht mehr zu übertreffen.
Das ZPS hat in einem Punkt Recht: Die Asche der Holocaustopfer liegt ungesehen von Vielen in ganz Europa verstreut. Das ist eine Schande. Aber wäre man ernsthaft daran interessiert auf dieses Problem aufmerksam zu machen, nichts hätte einen daran gehindert symbolische Grabsteine an Massengräbern aufzustellen. Das Zentrum für politische Schönheit hingegen instrumentalisiert die Opfer der Nationalsozialisten. Und das macht mich wirklich krank vor Ekel.

Es bleibt aber zu bezweifeln, inwiefern diese Aktion nicht nur ein neuer PR-Gag des ZPS ist. Die Organisation ist für deerlei Fakes, die dann nachträglich mit großem Gelächter aufgelöst werden ja bekannt. Der letzte bekannte Fall, war die angebliche Daten-Veröffentlichungen von Menschen, die an den Chemnitz-Protesten beteiligt waren. Die Masche scheint zu sein: Alles für Aufmerksamkeit. Man muss sich fragen: Woher sollte das Geld für 23 Proben und Bohrungen in 3 Ländern stammen? 100.000€ sind doch da sofort weg. Und die wisenschaftliche Überprüfung der Proben?Und wieso sollte man das auf sich nehmen, wo man doch für 5 Euro säckeweise Blumenerde aus dem Baumarkt da hinein schütten könnte? Der Effekt wäre der selbe. Der Verkauf ist (sollten diese Teile wirklich echte Totenreste enthalten) sowieso extrem fraglich und könnte sogar strafrechtlich belangbar sein, da Störung der Totenruhe ein Deutschland unter Strafe steht. Wäre es bspw. erlaubt, wenn Nazis “Judenasche” kaufen und verkaufen würden? 


So oder so ist die Aktion unglaublich ekelhaft und die Gefühle der Überlebenden und Hinterbliebenen werden mit Füßen getreten. 

5 Antworten

  1. Doerner sagt:

    Als Jugendlicher in der DDR haben wir mit der Schulklasse das KZ Buchenwald in den 70er Jahren besucht . Ein überlebender Häftling erzählte uns von seinen Erlebnissen im Konzentrationslager . Es war kaum zum Aushalten , Alpträume sadistischen unmenschlichen Handels wurden uns jungen Menschen nahe gebracht . Fassungslos -verliesen wir bedrückt den schlimmen Ort , Es redete gefühlt stundenlang niemand mehr.
    Und diese völlig gefühllosen ” Gutmenschen ” wühlen in ihrem linken Wahn in der Erde um Asche und Knochen der Ermordeten zu bergen und für ihre Pseudomoral zu missbrauchen . Eckelhaft und pervers , man könnte nur noch kotzen über so viel menschliche Rohheit .
    Und Frau Merkel duldet solche Taten im Kampf gegen rechts und spricht von Scham ? Warum wird nicht energisch gegen neue linke Nazis vorgegangen ?

  2. David sagt:

    Allein der Gedanke, so etwas zu veranstalten, ist dermaßen pervers, daß mir die Worte fehlen. Hinweisen möchte ich darauf, daß wohl am Ort des Mahnmalsam kommenden Samstag ein “Zapfenstreich gegen die AfD” veranstaltet werden soll.
    Jede Perversionsschraube kann natürlich immer noch einen Gang weiter gedreht werden.
    Mir fehlen für solche Vorgänge mittlerweile fast die Worte. Andererseits kann mich so etwas angesichts heutigen Zustände in diesem politisch und moralisch verlotterten und verwahrlosten Land nicht mehr wundern.

  3. karlchen sagt:

    Widerlich. Und geradezu pervers antisemitisch.
    Hoffen wir, dass Ihre Theorie mit der Blumenerde stimmt…

    PS: Was die AfD mit dem Holocaust zu tun hat, leuchtet mir bis heute nicht ein. Sie ist die einzige Partei, die sich klar für Israel ausspricht und gegen den Islam Position bezieht. Antisemitische Idioten gibt es in jeder Partei, die meisten in den linken Parteien. Der Unterschied ist nur, dass es in der AfD Spinner gibt, die den Holocaust relativieren, wohingegen linke Antisemiten den Holocaust benutzen, um neue Judenverfolgung zuzulassen oder gar zu fordern.

  1. 3. Dezember 2019

    […] über ZPS errichtet „Gedenkstädte“ angeblich mit Totenasche aus dem Holocaust — Apollo News […]

  2. 3. Dezember 2019

    […] Wie auch immer man zur AfD stehen mag, diese Aktion “Judenasche gegen Rechts” ist so etwas von unwürdig und absolut respektlos und verachtend gegenüber den Opfern der Schoa. Neben dem Wort ‘pervers’ fällt mir nur noch ‘abartig’ oder ‘satanisch’ ein, um das Ganze zu beschreiben. Die Messlatte für vorstellbare Widerwärtigkeit wurde ins Bodenlose versenkt! Der Gipfel der Perversion ist, dass man beim Fundraising einen Würfel mit echter Judenasche erstehen kann. […]