Hamburger Pädagogen müssen unterschreiben, kein AfD-Mitglied zu sein

Von Jan Schneider | Dass sich Linke frei nach Andrea Nahles die Welt so machen, wie es ihnen gefällt, sollte allgemein bekannt sein. Dass sie das aber nun in die Tat umsetzen, überrascht dann schon etwas. In unserem demokratischen Land ist kein Platz für Nazis, weshalb diese auch keine Lehrer sein dürfen. So oder so ähnlich dürfte die Argumentation der Hamburger Schulbehörde lauten, welche auf eine Anfrage der AfD in der Hamburger Bürgerschaft erklärte, die pädagogischen Mitarbeiter der 54 Schulen im Hamburger Stadtgebiet müssten in Einstellungstests versichern, keine AfD Mitglieder zu sein. Laut einem Artikel der jungen Freiheit sei die ,,Lernzeit Schulpersonal-Service GmbH” verantwortlich für diese Einstellungsverträge. Die Firma hat mit den Schulen Kooperationsverträge geschlossen. Alexander Wolf, Vorsitzender der AfD-Fraktion der Bürgerschaft, sprach von einem Skandal. Dass die Schulbehörde nun die Verträge prüft, sei zu begrüßen. Der Albtraum ist noch nicht vorbei: 550.000 Steuergelder erhielt die ,,Lernzeit Schulpersonal-service GmbH” im letzten Jahr – Willkommen im Demokratie Wunderland. Man kann von der AfD halten was man will, aber ihren Mitgliedern kategorisch zu verbieten, irgendwo zu arbeiten, ist antidemokratisch und erinnert an dunkelste Zeiten unserer Geschichte.

3 Antworten

  1. dasLinkeParadox sagt:

    Faschisten bleiben Faschisten, egal welche Farbe sie sich anpinseln, werden sie mit jedem Etappensieg neuer Machtbefugnissse immer radikaler, unterdrückerischer, totalitärer, Gleichschaltungs-offenisver….

    Für “Wehret den Anfängen” ist es leider schon zu spät, denn wir sind schon mitten drin in Freisler-Justiz, SA-Trupen, Goebells-Propaganda / Gleichschaltungs-Presse, Kahane-Gestapo/Denunziantentum, Berufsverbote… Das kann man momentan noch mit der DDR vergleichen, aber die Stossrichtung ist einen noch barbarische Epoche.

  2. Thomas Jacobs sagt:

    In der Tat ein Skandal! Da wird eine demokratisch legitimierte Partei, auch wenn man ihr nicht nahe stehen muss, per Dekret pauschal in eine antidemokratische Ecke gestellt. Selbst der Radikalenerlass der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts machte ein Berufsverbot von der persönlichen Radikalität eines Bewerbers abhängig, verurteilte nicht pauschal. Zudem: Wer hinterfragt heute die intensiven Kontakte und offene Zusammenarbeit zweier Bundestags- und Landtagsparteien mit linksradikalen Organisationen wie der Antifa, den Autonomen oder der Interventionistischen Linken, die nicht nur “Prüffall” sind (, den es in diesem Sinne nicht gibt), sondern unter direkter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen? Keiner derjenigen, die ein Berufsverbot gegen AfD-Mitglieder praktizieren. Demokratie lebt auch durch eine Ethik der Mittel, nicht nur durch eine der Ziele! Dies haben Vertreter eines bestimmten politisches Milieus und ihrer Organisationen immer noch nicht verstanden. Sie handeln frei nach dem Motto “Was Iuppiter erlaubt ist, ist noch lange nicht dem Ochsen erlaubt”, wobei sich diese selbst ernannten Verteidiger der Demokratie selbst zu politischen Göttern und Tugendwächtern gemacht haben, um darüber zu befinden, wer wo was wann sagen und arbeiten darf! Das hatten wir auf deutschem Boden zwei Mal: Einmal in der Nazizeit, dann in der DDR, als Versuch während der APO-Zeit und jetzt bei den Enkeln der letzteren, die den Marsch durch die Institutionen angetreten haben! Armes Hamburg, armes Deutschland ! Politischer Radikalismus ist tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen! Wehrte den Anfängen, und zwar nicht nur gegenüber “Rechts”, was immer das heißen mag!