Wegen Corona : Giffey die Spielverderberin rät von Halloween ab

Von Elisa David | „Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht“ hat Frau „Dr.“ Giffey (SPD) jetzt verkündet. Erst Ostern, in Zukunft wohl auch Weihnachten und jetzt auch noch das – die Kinder dieser Welt haben es dieses Jahr nicht leicht. Dazu kommt die Maskenpflicht, weitere Kontaktverbote und im letzten Lock Down mussten sie Monate lang mit ihren verstörten Eltern in einem Haus hocken. Ich bin zwar schon aus der Schule raus, aber meinem kleinen Bruder zu Folge lieben viele Lehrer die neuen Maßnahmen. Gut, zu meiner Zeit gab es auch einige Lehrerinnen, die in ihrer Rolle als Spielverderber ihre wahre Bestimmung gefunden haben. Eine von ihnen hat sich in den Pausen immer an die Klassenzimmertüren geschlichen und ist dann dann förmlich in den Raum gesprungen – um mögliche Verstöße gegen das Handyverbot auf frischer Tat zu ertappen. Sie können sich also vorstellen, was jetzt zu Corona an den Schulen abgeht. Mein Bruder wurde jedenfalls schon ermahnt, weil er es wagen konnte auf dem Schulhof ohne Maske etwas zu essen.

Aber Franzi ist zuversichtliche: „Ich bin sicher: Wenn wir das den Kindern gut erklären, dann werden sie es auch verstehen.“ Also wenn die Kleinen nicht verstehen, warum sie dieses Jahr nicht auf Süßigkeitenjagd gehen dürfen, selbst wenn sie sich nicht als Indianer verkleiden – dann liegt das nicht an den Maßnahmen, sondern daran, dass es ihnen nicht gut genug erklärt wurde. Aber man muss ja nicht ganz auf Halloween verzichten: „Zu Hause, in einem kleinen Kreis, kann das Verkleiden und Naschen auch Spaß machen.“ Für eine Familienministerin hat sie aber wenig Ahnung von Familien. Aber gut nicht jeder kann eine brilliante Doktorarbeit schreiben und dann auch noch Sozialkompetenzen und Empathie haben. Also zum Mitschreiben: Nein Franziska, das macht keinen Spaß. Das ist die Definition von langweilig. Noch schlimmer sogar: es ist Kinderquälerei. Was meinen Sie denn, was die Kinder, deren Eltern zu Halloween sonst Rosinen oder Äpfel verteilen, dieses Jahr erleiden müssen? Da wird ihnen die einzige Möglichkeit im Jahr genommen, fern von zu Hause an etwas zu Naschen zu kommen, was nicht nach Pappe schmeckt. 

„Die ganz klare Empfehlung ist, den Brauch in diesem Jahr ausfallen zu lassen“, pflichtet Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Giffeys Einschätzung bei. „Man weiß ja auch gar nicht, wer da die Tür aufmacht. Eventuell ist es eine Person aus der Gruppe der Risikopatienten.“ Herr Maske hat tatsächlich Recht: wir wissen wirklich nicht wer den Kindern da die Tür aufmacht. Es könnte auch ein Pädophiler sein, oder ein Massenmörder. Jedes Jahr gehen wir das Risiko ein unsere Kinder irgendwelchen Straftätern auf dem Silbertablett zu servieren. Aber oh Gott, es könnte jemand die Tür aufmachen, der wenn er krank werden WÜRDE, einen schweren Verlauf haben KÖNNTE. Ist das alles? Das ich, wenn ich Angst vor Corona habe, so selbständig bin, die Tür nicht auf zu machen, kommt wohl niemandem in den Sinn. Zu groß ist der Druck, der Bande kleiner Gespenster und Vampiere, die aunentwegt an der Tür klingeln und ein Blutopfer verlangen. Und wird Corona nicht über Tröpfen übertragen, also durch Spuke? Ich weiß ja nicht wie sie Halloween feiern Dr. Maske und „Dr.“ Giffey, aber normaler Weise geht man nicht auf die zweite Beziehungsebene mit irgendwelchen Fremden und tauscht Spuke aus, aber vielleicht hab ich es auch immer falsch gemacht. Ist das der Grund warum ich im Vergleich zu meiner Nachbarin Susi immer so eine kleine Ausbeute mit nach Hause gebracht habe…. lassen wir das.

Ich hab einen Vorschlag. Statt sich zu Hause zu verkleiden und Verwandte zu erschrecken, wie Drag Queens es jeden Freitag tun, warum nutzen wir die Massen an Klopapier, die wir alle im Keller bunkern nicht für etwas nützliches. Also warum können sich dieses Jahr nicht alle Kinder als Mumien verkleiden? Das ist das perfekte Kostüm: erstens haben wir dann wieder Platz im Keller, zweitens ist es politisch korrekt, denn es gibt in sämtlichen Kulturkreisen Mumien und drittens wäre der Mundschutz inklusive. Und der Mundschutz hilft ja schließlich gegen Corona, oder? Ich weiß nur eins – wenn vor meiner Tür dieses Jahr Kinder „Süßes oder Saures“ zum Besten geben, werde ich ihnen trotzdem was Süßes geben. Aber gut, dass ich aber nur deshalb so selbstsicher sagen, weil ich im sechsten Stock wohne und sich zu mir noch nie ein Kind verirrt hat.

1 Antwort

  1. Joachim Lindner sagt:

    Halloween oder Reformationstag?
    Für mich ist heute Reformationstag. Was ist Halloween? Ein Tag der mit unserer Geschichte und Kultur nichts zu tun hat. Importiert aus den USA mit einem Fragwürdigen kulturellen Hintergrund. Für die Handel mit Gruselmasken und anderem Gedöns sicher Umsatzfördernd.