Wandern rassistisch? Von wegen, es ist einfach nur langweilig.

3 Antworten

  1. Dr. med. Goetze sagt:

    Liebe Selma, abgesehen von deinen nicht wirklich guten Erfahrungen auf der Wanderung, ein Klasse Artikel! Vielleicht durch das Seminar, vielleicht aber auch durch Erfahrung, vielleicht durch beides gut geschrieben! Zum Thema; Wandern als Selbstzweck ist Sch****, da beißt die Maus keinen Faden ab. Da stimme ich dir voll zu. Da passt auch deine Vorstellung vom älteren Pärchen, er mit Knickerbocker Hose, Strickstrümpfen mit Zopfmuster und dicken Schuhen und sie wahrscheinlich im Partnerlook. „Wandern“ kann man auch nicht erzwingen, man muss es langsam angehen. Ein Spaziergang, offene Augen für das Rundherum, Interesse für das was man sieht, vielleicht die Natur, vielleicht die Landschaft, vielleicht die Tiere, vielleicht die alten weißen Männer die sich abmühen… Aber meist wird Kindern schon in frühester Zeit das Wandern durch die Eltern vergällt, der erzwungene Sonntags Spaziergang ohne Lust und Laune, mit der Bestechung von Eiscreme am Ende der öden Tour. Aber eine kleine Wanderung oder besser gesagt ein Spaziergang kann auch zum Denken anregen, den Kopf frei machen, von Problemen ablenken. Mit Gleichgesinnten kann man ernsthafte Gespräche führen, die im Wohnzimmer, im Café vielleicht nicht so möglich wären. Ich bin kein Wanderer, gehe aber gerne und halte mich dann an einer meiner Kameras fest, irgendwas sehe ich immer, was sich lohnt, auf den Sensor oder den Kleinbildfilm gebannt zu werden. Ich brauche das, um von meinem harten Beruf, den ich liebe, etwas Abstand zu bekommen. Um Luft zu holen. Gehen schärft den Blick und den Verstand, für dich vielleicht für das Schreiben, für mich für das Fotografieren und die Arbeit. Verbanne das Wort „Wandern“ aus deinem Wortschatz, aus deinem Kopf, das ist sogar für mich etwas negativ besetzt. Goethe hat mal gesagt: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen!“ Und das stimmt. Gehe es ruhig an, aber zwing dich nicht, lasse es locker laufen. Ich freue mich übrigens, wenn wir noch öfters von dir hier etwas zu lesen bekommen 🤗 Gruss, Christian Goetze

  2. Frieda sagt:

    Wandern braucht mMn mindestens ein Ziel oder eine Nebenbeschäftigung, sonst isses indeed longwiley. Ersteres ist z.B. eine Instagram-Aussicht (Selfies, Delphies, Elphies, Wefies, Theyfies, …) oder eine Restauration, letzteres könnte eine Unterhaltung mit den Mitwanderern sein. Und zuletzt ist das auch eine Art von Sport, insbesondere in größeren Höhen oder stärkerer Steigung. Und es gibt dümmeren Sport, z.B. Fußballspielen, das so dumm ist, daß die meisten Leute „Fussballspielen“ schreiben.

  3. Franz Krämer sagt:

    Ich (ein 53er-Jahrgang, der auch mal gewandert ist in jüngeren Jahren) finde es durchaus legitim, ob man das Wandern mag oder nicht. Es ist jedem seine eigene Entscheidung. Und man sollte in jedem Fall die Meinung eines anderen auch respektvoll akzeptieren. Von daher ist für mich Ihr Kommentar voll in Ordnung.
    Meine Meinung ist, dass sich die junge Generation generell viel öfters zu Wort melden sollte. Nicht nur die Jungen können von den Alten lernen, sondern auch die Alten von den Jungen. Da ich Ihre Seite toll finde, habe ich auch den Newsletter abonniert.