VW verweigert AfD Sonderkonditionen


Von Karl Dramm|Die AfD-Fraktion Niedersachsen benötigt ein Fahrzeug. Der Auto-Riese Volkswagen verweigert der Partei nun aber einen Rabatt mit der Begründung, dass es des Unternehmens Entscheidung wäre, wer genau Sonderkonditionen erhält und wer nicht.
Die AfD hätte laut VW, “völkisch-nationale Züge”, man lehnt einen Rabatt ab, da der Konzern zwar im Grundsatz neutral, aber dennoch nicht gleichgültig sei.
Als Volkswagen die Bitte um Gewährung eines Rabattes ablehnte, sah die AfD die Entscheidung als zivilrechtlich zulässig, aber dennoch äußerst bedenklich an. Bisher stellte VW jeder Fraktion einen Wagen mit Rabatt zur Verfügung; dass die AfD-Fraktion keines bekäme, sei ein absolutes Novum, was die AfD auch öffentlich kritisierte.
Aber nicht nur die AfD-Niedersachsen soll keinen billigeren Volkswagen erhalten: die Entscheidung, der AfD keine Rabatte zu gewährleisten gilt laut Konzern ebenso bundesweit. Eigentlich ein Schritt gegen die Firmenpolitik von Toleranz, Chancengleichheit und Gleichbehandlung. Dabei meint VW, dass diese Entscheidung nicht gegen ihre Gleichbehandlungsmaxime verstoße.
Dennoch sind die AfD nicht die Einzigen im niedersächsischen Landtag, welche ohne billigere VWs fahren: Die FDP zum Beispiel fährt gar keinen Volkswagen, sondern nur Fahrzeuge von BMW, was die Sache aber auch nicht besser macht.
Meistens zahlen Parteien für Fahrzeuge den staatlich bekannten Behördentarif, wobei selten bekannt ist, wie viel das Fahrzeug dann wirklich kostet.

1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Man könnte bestimmt interessante historische Parallelen finden, wann schonmal Angehörige einer gewissen Gruppe keine Rabatte etc. mehr bekommen haben….