Trumps Strategie der Abschreckung ist richtig

Von Sebastian Thormann | In vielen Medien ist dieser Tage von dem angeblich planlosen Vorgehen der US-Regierung und einer von den Amerikanern verschuldeten Eskalation zu hören. In den Augen vieler hiesiger Journalisten und Politiker begann die aktuelle Krise mit dem Tod des Terroristen Quasem Soleimani. Das ist falsch, begonnen hat sie erst mit iranischer Aggression, mit iranischen Attacken. Dass von ihm nicht mehr viel übrig ist, liegt nicht nur daran, dass er es natürlich verdient hatte und es in diesem Augenblick die Chance gab ihn auszuschalten, nein es gab einen ganz konkreten Grund:

Abschreckung. Mit der Tötung eines Amerikaners und dem Angriff auf die US-Botschaft durch seine Schergen hatte er eine Grenze überschritten und hat dafür die Quittung kassiert. Das hat ein ganz deutliches Signal an den Iran und seine Helfer gesendet.

Nämlich, dass es eine rote Linie gibt, und wer sie überschreitet wird eine tödliche Reaktion bekommen. Das ist der Kern der Abschreckungs-Strategie: Dem Gegner klar machen bis hier und nicht weiter. Oder um es in Ronald Reagans Worten zu sagen: “Sie und ich haben den Mut, unseren Feinden zu sagen: Es gibt einen Preis, den wir nicht zahlen werden. Es gibt einen Punkt, über den sie nicht schreiten dürfen.”

Gab es diesen Punkt zuvor? Nein, denn die Europäer und auch Präsident Obama haben zuvor auf eine andere Strategie gesetzt, die sie als “Dialog” oder “Deeskalation” betiteln. Einem mörderischen Terror-Regime das geben was es will und es weiter die Region terrorisieren lassen? Kommen so die “Moderaten” an die Macht? Wird der Iran dadurch zu einer friedlichen westlichen Demokratie? Natürlich nicht. Und nein, das ist er nach dem “Iran-Deal” von 2015 auch nicht geworden, stattdessen mordeten die iranischen Terroristen in Syrien, im Jemen und in der Region weiter.

Als “Rache” auf Soleimanis Tod hat das Mullah-Regime nun also US-Truppen im Irak angegriffen. Das ganze soll Stärke demonstrieren, aber sieht so wirklich Stärke aus?

Fakt ist: Die Vereinigten Staaten töteten mit Soleimani eine Art Vize-Präsident, Verteidigungs- und Außenminister und Chef-Terrorist in einer Person. Die Iraner reagieren mit einem Angriff über den sie vorher die irakische Regierung, und damit wohl auch die Amerikaner, informierten. Dadurch gab es keine Todesopfer, der Schaden begrenzt sich auf US-Militärgerät.

Ein paar zerstörte Fahrzeuge und Zelte als Antwort auf den Tod der Nummer 2 des Irans? Ist das nun ein Zeichen von Stärke oder eher von Schwäche?

Es hat gezeigt: das Iranische Regime kennt jetzt die rote Linie. Die Iraner können in längeren Zeiträumen als einer Legislaturperiode planen, sie werden sicherlich noch weitere Aggressionen versuchen und testen wie weit sie damit gehen können. Aber wenn diese rote Linie auch weiterhin konsequent durchgesetzt wird, dann wird sich ein Krieg verhindern und Irans Einfluss eindämmen lassen. Das heißt aber auch, wachsam zu sein und auf jedes Überschreiten dieser Grenze hart zu reagieren.

2 Antworten

  1. moneypenny sagt:

    Bravo. So ein klares Plädoyer für den Militärschlag Trumps habe ich noch nirgendwo gelesen. Die Leute scheinen wirklich zu glauben, dass In-den-Arsch-Kriechen äh Appeasement die richtige Methode ist… Andererseits sind das dieselben Leute, die kein Problem mit Gewalt gegen AfD-Anhänger, Klimaleugner etc. haben.

  1. 9. Januar 2020

    […] über Trumps Strategie der Abschreckung ist richtig — Apollo News […]