Trump erhebt Sanktionen gegen Venezuela

Von ADRIÁN | Gleich am Mittwoch erkannten die USA Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas an. Doch noch ist Maduro an der Macht. Um einen schnelleren Regierungswechsel herbeizuführen, verkündeten die USA Sanktionen gegen Venezuelas Ölkonzern PDVSA.

Das Staatsunternehmen ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum das südamerikanische Land nicht schon vor Jahren zerbrach, denn das Öl ist mit Abstand die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Venezuela soll über die größten Ölreserven der Welt verfügen.

Die Sanktionen sollen dafür sorgen, dass die Einnahmen aus den Ölverkäufen nicht Maduro zukommen, sondern auf Sperrkonten landen. Auf diese sollen nur die oppositionellen demokratischen Kräfte Zugriff haben. Die in den USA stationierten Raffinerien sollen aber generell weiter betrieben werden, genau wie die dazugehörigen Tankstellen der der Tochterfirma Citgo.

Damit versuchen die USA einen friedlichen Weg, die Bürger Venezuelas zu befreien. Venezuela soll der Macht Maduros entkommen, ohne dass die USA erst in das Land einmarschieren müssen und ohne verdeckt die Opposition zu bezahlen. Trump geht den Weg der Ehrlichkeit, so wie er es auch im Iran tut.

Doch Maduro wehrt sich derweil gegen die Sanktionen. Zunächst will er prüfen, ob er auf rechtlichem Wege gegen die Sanktionen vorgehen kann – indem er vor internationale Gerichte zieht. Konkret möchte er seinen Anspruch auf Citgo und dessen Einnahmen verteidigen.

Es ist ein stetiges Hin und Her im südamerikanischen Land. Während man am Sonntag noch dachte, dass Maduros Zeit fast vorbei wäre, bekommt er jetzt wieder Rückenwind – von niemand anderem als Duo Russland und China. Schon jetzt ist die Spannung in Venezuela groß: jeden Tag sterben Menschen bei Protesten. Wenn der Regierungswechsel nicht bald erfolgt, könnte Maduro zu einem zweiten Assad und Venezuela zu einem zweiten Syrien werden.