Trotz Umweltbelastung: ausgerechnet Grüne verweigern Komplettumzug nach Berlin

Von Lucy Mai | Nachdem die Grünen in den vergangenen Woche eine Debatte über Inlandsflüge angestoßen hatten, forderten nun einige Abgeordnete, so z.B. Cem Özdemir, die Zweitdienststellen der Ministerien von Bonn nach Berlin zu verlegen. Im letzten Jahr soll es immerhin rund 230 000 Dienstflüge von Mitarbeitern der Bundesregierung gegeben haben.

Doch anstatt ihrem Parteikollegen beizupflichten, sprachen sich nun ausgerechnet die Grünen um Robert Habeck gegen eine Verlegung aus. Sicherlich gibt es gute Gründe für den Verbleib und auch gute Gründe für die Verlegung, doch die Begründung der Grünen erscheint im Vergleich dazu ziemlich lächerlich.  So behauptete Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer, dass durch den Umzug nach Berlin zusätzlicher Flugverkehr nach Brüssel entstehen würde, da zur Zeit noch viele Abgeordnete regelmäßig von Bonn nach Brüssel reisen würden. Dass aber die deutlich größere Zahl von Dienstflügen nach Berlin dabei vermieden würde, scheint die meisten von ihnen nicht zu interessieren.

So eine schwache Begründung, obwohl den Grünen doch so viel daran liegt, Inlandsflüge abzuschaffen? Noch vor einigen Tagen wurden die vielen Dienstflüge kritisiert und nun verteidigen die Grünen einen wesentlichen Grund dafür?

Aber vor einigen Tagen wurde ja auch bekannt, dass Grüne ohnehin am meisten fliegen. Dabei wichtig ist jedoch das schlechte Gewissen, welches sie dort stets im Gepäck haben. Zwar rettet das schlechte Gewissen das Klima auch nicht, aber das muss es ja auch nicht. Bei den Grünen zählt ja anscheinend der “gute Wille”, an sinnvollen Lösungen sind nur die wenigsten interessiert.

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