Steuerzahlergedenktag: Ab jetzt arbeitet man für sich selbst!

Von SEBASTIAN THORMANN | Heute, am 15. Juli, ist Steuerzahlergedenktag, denn rein rechnerisch gesehen ging alles Einkommen vor diesem Datum dieses Jahr komplett an den Staat. Laut dem Bund der Steuerzahler liegt die Steuerbelastung für durchschnittliche Arbeitnehmer-Haushalte bei 53,7 %. Das bedeutet von jedem Euro bleiben dem Steuerzahler durchschnittlich 46,3 Cent übrig. Den größten Anteil der Abgaben- und Steuerbelastung nehmen die Sozialabgaben mit 31,4 Cent ein, Steuern (direkt und indirekt) sind für weitere 22,3 Cent verantwortlich.

Grund dafür sind natürlich die hohen Ausgaben. 2014 lagen die Staatsausgaben des Bundes noch bei 296,5 Mrd. Euro. Fünf Jahre später, im Haushaltsjahr 2019, sind es nun schon 356,4 Mrd. Euro. Wirft man einen Blick auf den Bundeshaushalt, so erkennt man außerdem: Der Posten „Soziale Sicherung, Familie und Jugend, Arbeitsmarktpolitik“ nimmt über die Hälfte des gesamten Bundeshaushalts ein, während beispielsweise für Verteidigung weniger als 12% der Bundesmittel ausgegeben werden.

Es gibt ja viele Politiker die gerne von „Sozialer Gerechtigkeit“ reden – wäre es da nicht angemessen, dass man sich die Frage stellt, wie sozial gerecht es ist, wenn die Bürger den Großteil ihres selbst erwirtschafteten Einkommens an den Staat zahlen müssen? Klar müssen die Kernaufgaben des Staates wie Polizei, Justiz, Militär, usw. auch finanziert werden, aber vielleicht sollte man allem was darüber hinausgeht einen strikten Rahmen setzen, denn ein schlanker Staat würde eben weniger Ausgaben, weniger Steuern und damit mehr Geld im Portemonnaie für jeden Steuerzahler bedeuten.

In einer Republik sollte der Staat eigentlich für die Bürger arbeiten, nicht umgekehrt, in Anbetracht dieser Steuerbelastung ist es an der Zeit das auch von der Politik einzufordern.

2 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Ganz genau!!! Ich hätte gerne einen schlanken, wehrhaften Staat, nicht so einen dicken, grenzen- und hilflosen!