Statt härterer Waffengesetze: Trump fordert mehr Einrichtungen für psychisch Kranke

Von Elisa David |Nach den Anschlägen in Al Paso und Dayton sind die amerikanischen Waffengesetze wieder zu einer internationalen Debatte geworden. Während die eine Seite an dem 2. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung festhält, die das Recht auf den Besitz einer Waffe verfassungsrechtlich schützt, will die andere Seite schärfere Gesetze oder sogar Verbote. Präsident Donald Trump wird vorgeworfen, dass er sich bei dieser Debatte auf die Seite der Waffenlobby stellt, denn er spricht sich gegen eine Änderung der Gesetze aus – und schlägt die Schneeflocken dabei mit ihren eigenen Waffen.

“Wir wollen nicht, dass verrückte Menschen Waffen besitzen. (…) Diese Menschen sind psychisch krank, und wir müssen auch das untersuchen. Weil, wissen Sie, sie sind es, sie drücken ab. Die Waffe drückt nicht ab. Sie drücken ab.“, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung am Donnerstag in Manchester im Bundesstaat New Hampshire. Er befürchtet, dass verschärfte Waffengesetze es den guten, stabilen, gesetzestreuen Bürgern schwieriger macht, sich selbst zu schützen und will „das Recht auf Selbstverteidigung immer aufrechterhalten.“ Stattdessen spricht Trump sich dafür aus, vermehrt Einrichtungen zur zwangsweisen Unterbringung von psychisch Kranken zu errichten. Er kritisiert, dass viele Städte diese Art von Einrichtungen in den letzten Jahrzehnten aus finanziellen Gründen geschlossen haben. 

Ihm geht es darum, geistesgestörte und gefährliche Menschen von der Straße zu holen, also den Grund für das Problem zu lösen, statt einfach nur das Mittel. Und man kann diese Argumentation gut nachvoll ziehen. Die Waffen einfach zu verbieten wäre zu einfach gedacht – oder um es mit den Worten der Linken zu sagen – populistisch. Denn würde das das Problem lösen? Wohl eher nicht. Wenn man unbedingt Menschen umbringen will, dann findet man einen Weg. Dafür braucht man nur zu uns nach Deutschland zu schauen: Äxte, Messer, Autos, etc. können ganz einfach zweckentfremdet werden, vor allem wenn die Motivation da ist. Wollen wir die dann auch einfach abschaffen? Bis wir irgendwann in einem Land leben, wo das einzige Messer am Dorfbrunnen hängt und sogar die Dornen von den Rosenbüschen abgebrochen werden müssen? Wenn wir uns alle wie vernünftige, zivilisierte Menschen verhalten könnten, brauchen wir keine Kindersicherungen. 

Vor allem wird das gerne vergessen, aber Amerika ist nicht das einzige Land mit liberalen Waffenverordnungen. Die Gesetze in der Schweiz sehen ähnlich aus, aber wie oft kommt es dort zu Massenschießereien? Wenn andere Länder auch mit Waffen klar kommen, ist die Frage berechtigt, warum es nur in einem Land nicht klappt – und ob das Problem nicht doch ein bisschen tiefer liegt.

3 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Der Mann hat recht.

  2. dasLinkeParadox sagt:

    Richtig, die Schweiz hat ein ähnlich lockeres Waffengesetz wie die Amis!
    nach gausscher Gleichverteilung dürfte die Anzahl “KERNECHTER PSYCHOS” (bei guter Sozialistion werden daraus Astronauten, Bombenentschärfer, KSK_Soldaten.. bei schlechter Sozialisation halt Amokläufer, Folterknechte, Soldateska…. bei zusätzlich überdurchschnittlicher Intelligenz halt entweder bspw. ECHTE Enthüllungsjournalisten oder eben auch knallharte Bankster…. bei sehr viel Intelligenz werden aus solchen Menschen peitschende, linientreue “Führer” oder wohlwollende, sich selbst permanent in Frage stellende “Erlöser”….

    Aus der Schweiz kommen zwar nur selten “Erlöser”, selbst bei Astronauten hapert es irgendwie… aber hier kommen auch nur seltenst SPEKTAKULÄRE Psychos her…
    Bei den Amis ist das schon anders: Psychos allerorten, aber “Helden” sind wohl ähnlich rar, wie in der Schweiz! (Jeder einzelne Delta, Navy, NYC-Fierfighter, der Cop um die Ecke…) ist ein Held… ohne Frage! Aber halt nicht SPEKTAKULÄR im Sinne der destruktiven “Psychos”, die mal kurz ne halbe Schule plattlegen…. und dafür wochenlang “gefeiert” werden!!!!
    Es soll, es MUSS darüber ausführlich berichtet werden. Was aber keinesfalls geht ist diese “Scarface”-Sympathie oder Relativierungs-Orgien, ne Art “Helden-Mythos” der immer um solche Figuren aufgebaut. “Scarface”, “Casino”, “Naturel born Killers”…. und wie der ganze Tarrantino-SCHUND…. heisst, den wir ja verlängert in “Frech/Arschloch kommt weiter” Werbung und pausenlos, jederzeit in verdaulichen Dosen um die Ohren gehauen bekommen… Vielleicht ist die Schweiz da noch nicht so VERSEUCHT wie Ego-USA, vielleicht dehalb entschieden weniger EXTREM-Opfer der medialen komplettvermüllung, trotz vergleichbaren Waffen-Besitztumes!
    Waffen töten nicht! Menschen töten!
    Gesunde Menschen töten”, weil ein echter Grund sie dazu ZWINGT, manchmal zu vorschnell, aus purer Angst… manchmal zu zögerlich, ebenfalls aus purer Angst. (= sie töten nicht, werden dafür getötet), idR aber ANGEMESSEN!!!!
    “KRANKE” Menschen töten aus diversen Gründen… VERTEIDIGUNG ist dabei nur allerseltenst die grundlegende Motivitaion. IdR töten sie, weil es ihnen ihnen
    A) einfach nur Lust verschafft
    B) ihnen ein Vorteil entsteht (und sei der VORTEIL nur: Keine Zeugen)
    C) Betriebsunfall, Kollateralschäden, “es ist nicht persönlich”….
    D) schlicht aus “Versehen”, aus “Langeweile”… (was, das Teil muss ich sichern….)????

    Pro Generation, an jedem Ort, wird nach gauscher Gleichverteilung ungefähr PROZENTUAL die gleiche Anzahl solcher Männer GEZEUGT! Ein unbestrittenes Faktum. Was nun aber aus solchen Baby wird (Helden oder Tyrannen)…. das bestimmt ihre umgebende Gesellschaft.
    Warum die Schweiz hier besser abschneidet wundert mich nicht wirklich! Die 24/7 gesellschaftliche “Optimierung”, “Maximierung”, “Individualisierung” …. kurz um “Atomisierung”, “Satanisierung”, …… ” ist dort noch nicht so weit ALLEGEMEINES PARADIGMA im kleinem, im nebensächlichen, im normalen… Alltag…. Selbst komplett “autarker” Psychos hoffen auf Beifallsklatscher… natural born killers halt-….!

    dort, wie überall auf der Welt, bei ca. 1% der männlichen Bevölkerung liegen.

    Waffen sind seelenlos – sie töten NICHT!
    Psychich gesunde Menschen töten ebenfalls nicht, jedenfalls nicht ohne NACHVOLLZIEHBAREN Grund!

    Von echten Spezialfällen jeglicher PSYCHOS (und damit meine ich nicht psychisch Kranke, sondern allein die PSYCHO-Gewalt-Lustgewinnler)… abgesehen töten eigentlich nur
    schwer gewaltaffine Menschen, Menschen voller Hass… FREIWILLIG/ mit nem “guten Gefühl”!
    Echte MÖRDER töten aus “nachvollziehbaren (im Sinne “es gibt einen Grund” “Gründen” ).

    gar aus Lust, aus Machtgefühlsgewinn… ! Menschen im Drogenrausch, halluzinierende Menschen in AUSNAHMESITUATIONEN. Kranke, Irre…. TÖTEN aus diversen Gründen. Sehr oft aber aus Angst, Verfolgungswahn,
    Die MASSE TÖTET, wenn es einen OFFIZIELLEN Feind gibt

  3. Marc Greiner sagt:

    Laut Dennis Prager sind etwa 90% der Massenmörder sowie die “normalen” Mörder entwurzelte Menschen. Weder eingebettet in eine kirchliche Gemeinschaft (normal in den USA), noch haben sie ein Umfeld, sprich regelmässigen sozialen Kontakt. Obwohl sich die Menge an Waffen nicht geändert hat und sogar neue Gesetze erlassen wurden, nahmen die Amokläufe zu. Also muss das Problem ein Anderes sein als Waffen. (siehe am Schluss das Video)

    Dazu kommt noch (die Quelle weiss ich gerade nicht mehr) – und das ist wichtig im Hinblick auf Trump’s Aussage – dass seit den 60er Jahren vermehrt psychisch labile entlassen wurden und man auf die Selbstmedikation vertraut hat. Das dies schief geht belegen die Vorkommnisse, die seither zugenommen haben. Dies ist auch der Ansatz von Trump. Er hat also nicht wie die Medien suggerieren, etwas weltfremdes vorgeschlagen, sondern möchte die laissez-faire-Politik rückgängig machen.

    Hier noch das Video zu D. Prager: https://youtu.be/oH2jtuT68mE?t=91