SPD will Bundeswehr-Werbung an Schulen verbieten: wir haben’s nötig

Von Manuel Freund | Allgemein bekannt ist: Die Bundeswehr funktioniert gar nicht. Wir halten die NATO-Ziele bei Weitem nicht ein. Die Ausgaben für Militär betrug in Deutschland 2017 gerade einmal 1,24% der Wirtschaftsleistung. Verpflichtet haben wir uns zu 2%. Die Hannoversche Allgemeine schrieb „Die Bundeswehr hat also schon einen guten Tag, wenn es 132 Nachtsichtbrillen mehr gibt.“ Deutschland mangelt es so sehr an Personal, dass die Bundeswehr einen Stand auf einer Computer-Spiel-Messe aufmacht und in den vergangenen Jahren mehrere Videoprojekte auf YouTube startete.

Die Bundeswehr besitzt 128 Eurofighter-Kampfjets, eine ordentliche Summe; allerdings sind zeitweise von diesen nur so wenige einsatzbereit, dass man sie an einer Hand abzählen kann. Klingt nach einem soliden Militär für eine Wirtschaftsmacht wie Deutschland…
Da das Problem anscheinend noch nicht groß genug ist streu die Berliner SPD jetzt einmal Salz in die Wunde. So verbot diese erst kürzlich Werbung der Bundeswehr an Schulen. Anstatt, dass man versucht die Probleme in Deutschland zu beheben, fördert die Berliner SPD das Verkümmern der Bundeswehr. Das Hauptargument der Pseudofriedenschaffer war, dass man nicht den Tod, sondern die Achtung vor den Leben lehren solle. Achso, die Bundeswehr geht wahrscheinlich in die Schulen und sagt: „Kinder, wollt ihr mal einen Ego-Shooter in Realität spielen?“ oder „Kommt zur Bundeswehr, denn wir schlachten gerne Menschen ab!“

Natürlich nicht. Vielmehr will die Berliner SPD die Augen vor der Realität verschließen und sich selbst als großen Friedenshelden darstellen. Sicherlich werden alle anderen Wirtschaftsmächte wie China, Russland und Länder im Nahen Osten ihre Waffen fallen lassen und ihr Militär abbauen, wenn Deutschland das nur zuerst macht. Kriege sind nunmal ein Teil der heutigen Welt und die Bundeswehr ist in diese mit verwickelt. Spätestens mit 12 ist jedem Kind bewusst, dass es Kriege gibt und dass es die Bundeswehr gibt. Ein bewusstes Verbot von Werbung dieses staatlichen Organs heißt bewusst Aufklärung über diese zu verbieten. So betonte Alexander Müller von der FDP, dass man die Bundeswehrsoldaten, welche auch nur Bürger sind, durch den Beschluss bewusst gesellschaftlich ausschließen würde. Das Gesetz wirkt so, als würde man jeden Mitarbeiter der Bundeswehr und vor allem die Soldaten, die teilweise ihr Leben für andere riskieren, eine gesellschaftliche Klasse herunterstufen.
Des Weiteren kam vom Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh das äußerst überzeugende Argument: „Der Antrag wurde mit Zweidrittel-Mehrheit beschlossen – und gilt.“ Eine so billige Abfertigung von konträren Meinungen deutet in meinen Augen eindeutig darauf hin, dass er selbst wenig Argumente für sein Gesetz hat. Nicht einmal die Bundes-SPD steht hinter diesem Beschluss und bezeichnete es als „unsinnig“.

1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Es ist eine Schande, wie wenig Achtung unserer Truppe entgegengebracht wird. Nie stand es so niedrig im Kurs, die Heimat zu verteidigen. Wobei das doch eigentlich das Normalste von der Welt ist.
    Vielleicht hat der Baudet ja wirklich recht mit seiner „Oikophobie“…