„Soleimani“ und „al-Muhandis“ – das sind  Teherans neue Raketen 

Von Max Roland |  Am Donnerstag war der „Tag der Verteidigungsindustrie“ im Iran – Anlass für die Mullahs, ihre neuesten Fortschritte in der Raketentechnologie zu präsentieren. Und so wurden zwei Marschflugkörper, eine ballistische Rakete und eine Cruise Missile, feierlich zur Schau gestellt.  Die Raketen sind nach dem iranischen Terrorgeneral Quassem Soleimani und dem irakischen Millizführer Abu Mahdi al-Muhandis benannt, die im Januar durch einen US-Luftschlag getötet wurden. Die neuen Raketen haben eine Reichweite von 1.400 bzw. 1000 Kilometern. Irans Präsident Rouhani nannte das Raketenprogramm „sehr wichtig“ und freute sich darüber, dass es dem Iran innerhalb von zwei Jahren gelungen sei, die Reichweite seiner Raketen von 300km derartig zu steigern. 

Die Enthüllung der neuen Raketen gilt auch als Zeichen in Richtung Amerika. US-Außenminister Mike Pompeo hatte angekündigt, sich auf UN-Ebene für eine Wiedereinführung der Sanktionen gegen den Iran einzusetzen. Doch es gibt Gegenwind: Die europäischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates haben einer Verlängerung des Waffenembargos gegen den Iran nicht zugestimmt, auch Russland und China wollen amerikanische Sanktionen blockieren. Die Entwicklung der Raketentechnologie ist zentral für jede aufstrebende Nuklearmacht – auch für den Iran. Daher ist die Reichweitensteigerung von über 1000 Kilometern innerhalb von zwei Jahren für die radikalislamische Diktatur ein riesiger Erfolg. Für den Westen sollte es eine Warnung sein, denn Teheran sieht die Atombombe als politische Notwendigkeit – und wird sie weiterverfolgen. Wie lange es noch dauern wird, bis aus Tausend Dreitausend oder Sechstausend Kilometer geworden sind? Solange der Iran weiter an solchen Raketen forschen darf, ist jedes Atomabkommen sinnlos. Trump und die USA haben das erkannt – Europa trägt Scheuklappen.

2 Antworten

  1. Tim sagt:

    Die “Europäer” tragen keine Scheuklappen – die Kinderschänder in Berlin und Brüssel auch nicht…die wissen ganz genau was sie tun.

  2. Haruki Edo sagt:

    Mit ihrer Unterstützung für das iranische Regime betreibt die deutsche Politik buchstäblich Schadensmaximierung.
    Wer mit den USA verbündet ist und gleichzeitig – über Umwege – dem erklärten Erzfeind der USA Hilfestellung beim Aufrüsten leistet, der muss sich darüber im Klaren sein, dass die USA ihn, ohne wenn und aber, als Verräter betrachten werden – auch wenn sie es nicht so kommunizieren.
    Dass die USA dergleichen nicht einfach hinnehmen und dass die Konsequenzen daraus auch für Deutschland wirklich übel sein werden, müsste wirklich jedem einleuchten.
    Die – und zwar selbstverständlich negativen – Folgen daraus für Europa und insbesondere für Deutschland kann man in ihrer Tragweite wohl kaum überschätzen.
    Schlimmer hätte es kaum laufen können.