Sohn von AfD-Politiker kriegt Morddrohungen: Wo leben wir?

Von Jan Schneider | Man mag von einer politischen Position oder Partei halten was man will, aber alle Demokraten sollten sich einig sein, dass bei Gewalt oder Gewaltandrohungen der Spaß und Diskurs aufhört. Von unseren linken Freunden sind wir ja viel gewohnt, was Relativierungen und Gewalt angeht, auch von rechts gibt es leider immer wieder Morddrohungen gegen andersdenkende Politiker. Dass nun aber der Sohn von Gunnar Lindemann, Abgeordneter der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus, mit Morddrohungen von Mitschülern konfronziert wird, ist schockierend.

In den Mainstremmedien liest man darüber natürlich fast nichts, wohingegen die Morddrohungen gegen Cem Özdemir und einige andere grüne Politiker tagelang ausgeschlachtet und zurecht kritisiert wurden, bleiben Fälle gegen AfD-Politiker oder gar, wie hier, deren Familien, im Hintergrund. Der erst 16-jährige Sohns Lindemanns hatte per Handy mitbekommen, man wolle ihn abstechen. Die Drohungen kamen von 15 – 18-jährigen Mitschülern aus anderen Klassen und Jahrgängen. Ich persönlich glaube, dass die Täter Lindemanns Sohn nicht einmal persönlich kannten und nur aufgrund des Berufes seines Vaters rüde wurden. Der Berliner AfD-Politiker Georg Pazderski betonte, es sei längst fünf nach zwölf und Schulen sowie Politik in der Handlungspflicht. Schaut man sich aufmerksam um, sieht man, dass das keinesweges eine Übertreibung Pazderskis ist.

In was für einem Land leben wir, wenn die politische Einstellung des Vaters negative Konsequenzen für den Sohn hat? Das ist ein Rückschritt in bitterste Zeiten. Aufwachen!

6 Antworten

  1. Es ist leider üblich: Morddrohungen sind natürlich üblich, aber Gewalt und Gewaltdrohungen werden gegen AfD-Mitglieder schon lange ausgeübt. Die AfD, ihre Mitarbeiter und wähler sind die Paria der Alt-Medien.

  2. Hotzenplotz sagt:

    Wir leben in einem US-dominierten Besatzerstaat! Das ist doch nicht mehr normal, was hier abgeht!

    • Thomas Jacobs sagt:

      Könnten Sie bitte diese Aussage in Beziehung zu den Aussagen des obigen Textes setzen? Ich wäre Ihnen sehr dankbar! Auf den ersten Blick erschließt sich mir der Zusammenhang nicht! Liegt vielleicht an mir selbst.
      Mit freundlichen Grüßen!

    • karlchen sagt:

      Häh??? US-dominiert? Schön wär‘s…

    • Sebastian Laubinger sagt:

      Na, dann wollen wir mal weiterdenken: Was waere 1945 geschehen, wenn die Amerikaner, sangwerma, links des Rheins angehalten und den Russen bedeutet haetten, die koennten den Rest aufwischen, anstatt uns zu befreien und anschliessend zig Milliarden auszugeben, um uns wieder aufzupaeppeln? (Ganz ohne Eigennutz war das sicherlich nicht, aber sie HABEN uns befreit, und sie HABEN uns sehr viel Gutes getan — wozu sie NICHT verpflichtet waren!) Ganz einfach: Die Russen haetten alles besetzt, die DDR waere sehr viel groesser ausgefallen. Eine Diktatur reinsten Wassers.

      Meine Mutter wurde auf der Flucht von (damals noch) Koenigsberg zur Vollwaise. Mein Grossvater wurde von russischen Soldaten verschleppt (er war Tierarzt und Zivilist, aber das scherte die Russen, die Millionen ihrer Landsleute durch Massenmord verloren hatten, eher weniger), meine Grossmutter verhungerte. Naemliches widerfuhr um Haaresbreite meiner Mutter und ihren Geschwistern.

      (Meine Mutter konnte den Russen das alles nicht wirklich veruebeln. Sie hat mir schon des Oefteren gesagt, dass sie den Zorn und den Hass der russischen Soldaten verstanden haette.)

      Undankbarkeit gegenueber den USA ist wieder schwer in Mode, und es kotzt mich langsam an. Was sie auch machen, es wird geschrien. Sie gehen gegen Diktatoren vor? “Eigennutz!” Sie gehen NICHT gegen Diktatoren vor? “Die machen nix, ausser es nuetzt ihnen!” Sie erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an? “Wie koennen die das wagen, die armen Palaestinenser!!” etc. ES. KOTZT. MICH. AN. Besonders letzteres. Die Palaestinenser als Volk existierten vor 1948 gar nicht. Das sind Araber, die aus den juedischen Gebieten flohen, weil sie den Versprechen glaubten, sie koennten schon bald zurueckkehren und die Haeuser ihrer ermordeten juedischen Nachbarn pluendern. So sieht’s aus, aber das ist unpopulaer, daher wird’s gewissenhaft verschwiegen.

      Im Uebrigen wuesste ich gerne mal, warum ausgerechnet die USA DARAN schuld sein sollen. Benennen wir mal Ross und Reiter: Es sind LINKE Voegel, die uns staendig einbimsen, gegen alles, was vom Zeitgeist abweicht, muesse mit allen Mitteln (also eben auch Gewalt) vorgegangen werden, wie Poebel-Ralle es so schoen formulierte.

      Die steigende Gewaltbereitschaft ist nicht ausschliesslich ein rechtes, sondern auch und gerade ein LINKES Problem — siehe Antifa, denen D. Trump in den USA gedroht hat, sie als terroristische Vereinigung einstufen zu lassen.

      • Thomas Jacobs sagt:

        Danke , Herr Laubinger! Dem ist fast nichts hinzuzufügen! Nur einige wenige Anmerkungen noch: Dass linksextremistische Gewalt zwar eher spärlich benannt, aber -gerade deshalb auch- präsent ist, hat mehrere Gründe: 1. In den Medien sind links-grüne Journalisten, denen linksextremistische Gewalt letztlich als weniger benennenswert erscheint denn rechtsextremistische, derartig überrepräsentiert, dass in der Presse ein negativer Berichtüberhang nach “rechts” besteht, ein positiver gegenüber links-grün, was sich unlängst sogar aus einer Medienuntersuchung auf europäischer Ebene (indirekt) unschwer erschließen lässt. Gerade in Deutschland fühlten sich deshalb Konservative in besonderer Weise durch die Berichterstattung der Medien, vor allem die der öffentlich-rechtlichen ins Abseits gedrängt und bedrängt! Die taz ist nach wie vor ein solches Presseorgan, das pauschal “rechts” desavouiert, links bis linksextremistisch, grün sowieso, unerträglich euphemisiert. 2. Die Neue Linke hat mittels ihres Marsches durch die Institutionen nicht nur die Medien besetzt, sondern durch diese auch den Zeitgeist fest im Griff, hat die Lufthoheit über die pseudointellektuellen Stammtische und grünen Müslikränzchen, die ihr nun zu entgleiten droht. 3. Politiker von SPD, Grünen und Linken kooperieren mehr oder weniger offen mit der Roten SA; der Bundespräsident belobigt sogar offen eine linksextremistisch Band, was zeigt, dass Linksextremismus nicht nur geduldet, sondern sogar in der Mitte der politischen Gesellschaft angekommen ist und hofiert wird. Nimmt es da wunder, dass in Form einer Sippenhaft, eines kollektiven “Schuldturmes” sogar Kinder und Jugendliche den eigenen Vorbildern nacheifern und Kinder von AfDlern mit dem Tode bedrohen? “So wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen!” Wo Wind gesät wird, wird Sturm geerntet! Die Tochter eines Freundes wurde in ihrer Klasse von Klassenkameradinnen niedergeschrieen, als sie es wagte, eine Position der AfD positiv zu hinterfragen. Der Lehrer war gerade nicht in der Klasse anwesend, vernachlässigte möglicherweise seine Aufsichtspflicht! Letzteres Ereignis zeigt, dass unter der scheinbar liberalen Patina der freiesten Republik, die wir angeblich jemals hatten, linksextremistisches und “alternatives Wildkraut” ebenso prächtig wuchert, sich in jeder Ritze festsetzt, wenn man es lässt wie vermeintliches und echtes braunes “Unkraut”! Extremismus und Faschismus sollten immer benannt und nicht entschuldigt werden! Gleichgültig in welcher Erscheinungsform, in welchem Gewand sie auftreten!