Söder mit 91,3% als CSU-Chef wiedergewählt

Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de | Söder 2018

Von Arne Baran| Markus Söder, ist als CSU Parteichef wiedergewählt worden und konnte sein Ergebnis um 3,9 % verbessern. Was wenig klingt, zeigt jedoch wie geschlossen die Partei beieinander steht, ganze 91.3 % der Partei entschieden sich für ihn als Parteichef.
Söder zog zuletzt Aufmerksamkeit auf sich, durch klare Ansagen an AfD und Grüne, so bezeichnete er die AfD als ”neue NPD” und die Grünen als ”Ein-Themen-Partei”. Vor allem auf Parteiebene versuchte er aber die konservative Partei auf einen grüneren Kurs zu bringen, wie man sie aus linken Kreisen der CDU kennt und wollte sich durch eine grüne Klimapolitik profilieren.

”Wenn man stehen bleibe, wäre dies das Ende einer modernen, einer zukunftsgerichteten CSU. Und das wollen wir nicht”. Die Grünen, die als möglicher Koalitionspartner der Unionsparteien gelten, machte Söder dann allerdings wiederum als Hauptgegner aus. Vor der SPD habe er nicht mehr so richtig Angst. “Herausforderer sind die Grünen.” Die Frage sei nicht Schwarz und Grün, “sondern Schwarz oder Grün”, sagte der CSU-Chef. Die Grünen seien eine “Ein-Themen-Partei”, die sich im Zweifel einem Regierungsbündnis mit SPD und Linken zuwenden würden wie in Bremen.
Mit der Wiederwahl hat Söder nun seine Position in der Partei gefestigt. Noch vor eineinhalb Jahren war diese Entwicklung alles andere als absehbar:
Damals wurde Söder als Nachfolger von Horst Seehofer bayerischer Ministerpräsident und führte die CSU als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im Oktober 2018, bei der sie ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 holte.