So war das Jungautoren-Seminar – Bericht von Gesche Javelin (16)

Von Gesche Javelin | Am ersten Tag war ich aufgeregt. Fragen wie „Was erwartet mich? Wie sind die Leute? Was lerne ich? Wird es mir gefallen?“ schwirrten in meinem Kopf herum. Zum Glück lösten die sich schnell auf. Die Leute waren sympathisch und ich hab mich wohlgefühlt. Gleichzeitig konnte ich noch Einiges lernen. Von der Artikelidee bis zum Druck eines Magazins wurde uns eine Einführung gegeben. Wie drücke ich mich richtig aus? Was weckt das Interesse des Lesers? Welche Schritte müssen durchlaufen werden, bevor ein Magazin in den Druck gehen kann? Und vieles mehr. Es wurde nie langweilig, besonders durch die lockere Stimmung und Interaktion miteinander.

Wir konnten mitwirken und den Prozess miterleben, wodurch wir die Tipps direkt umsetzen konnten und durch die Erfahrungen lernen. Interessant und vor allem neu war auch in das Thema „Wie entsteht ein Magazin?“ tiefer einzutauchen. Dr. Frank-Bernhard Werner, der Verleger von Tichys Einblick, konnte uns am Beispiel von Tichys Einblick eine Einführung in das Thema geben. Mir wurde bewusst, wie viel Arbeit es ist, bis das fertige Exemplar Richtung Druck gehen kann und auf wie viel man achten muss. Vor allem merkten wir, wie schwierig es sein kann, mit dem begrenzten Platz in einem Print-Magazin auszukommen und wie groß der Unterschied zum Online-Magazin ist. Wir haben den Samstag fast nur mit Texte kürzen verbracht, wodurch mir erst so richtig klar wurde, wie viel besser der Artikel wird, wenn man einfach die unnötigen Füllwörter weglässt und wie sich die Aussagekraft eines Textes steigert, wenn man sich kurz und prägnant ausdrückt.

 

Frau Lengsfeld arbeitet mit den Teilnehmern an ihren Texten.

Mit den Experten wie Frau Lengsfeld zu arbeiten und von ihnen zu lernen, ist eine besondere Möglichkeit. Es ist doch etwas ganz anderes persönlich zuzuhören, zu sprechen, zu schreiben, also im direkten Austausch zu sein, als das hundertste Youtube-Tutorial alleine auf dem Zimmer zu gucken. Die verhältnismäßig kleine Runde schaffte einen persönlicheren Umgang und man konnte Nachfragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Auch die gemeinsamen Abende fand ich wertvoll. Man konnte offen miteinander reden und diskutieren. Lagerfeuer-Atmosphäre, die nur die Mücken ein bisschen zerstörten.

Aus dem Wochenende konnte ich neues Wissen, Motivation und die Hoffnung endlich ein Medium gefunden zu haben, für das ich schreiben kann, was ich denke, mitnehmen.

1 Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.