Selbst ARD erkennt: E-Auto rettet nicht das Klima

Von JAN SCHNEIDER | Fragt man nach dem Fortbewegungsmittel der Zukunft, fallen einem – nach Flugtaxis – direkt E-Autos ein. Die mit Strom ,,betankten” Automobile sollen nach den Vorstellungen von Politik (Union, SPD, Grüne) und Autoindustrie demnächst das Staßenbild Deutschlands, wenn nicht sogar der ganzen Welt beherrschen. Was Klimaforschern und Experten schon lange klar war, wurde in der Montagabend ausgestrahlten Dokureihe ,,die Story im Ersten” beleuchtet wurde: E-Autos sind doch nicht die magischen Retter des Weltklimas!

Das Problem dabei ist vorallem die Batterie. Die für sie benötigten Rohstoffe wie Lithium werden in oft sehr rückständigen Regionen, die oft von indigenen Völkern bewohnt werden, gefördert. In der Doku wurde das argentinische Andenhochland Jujuy gezeigt, Heimat eines der größten Lithium-Vorkommen weltweit. Die Gewinnung von Lithium ist sehr schwierig. Es muss mehrere Kilometer tief gebohrt werden, um das ,,weiße Gold” zu bergen. Was auf der einen Seite Arbeitsplätze schafft, hat auf der anderen Seite gravierende Nachteile. Nicht nur wird den Ureinwohnern so ihr Land weg genommen, der Grundwasserspiegel sinkt durch die Lithiumbohrungen rasant. Am Beispiel eines Lamahirten wurde gezeigt, dass die Existenz der dort lebenden Bauern oft vom Trinkwasser abhängig sind, da sie dieses zum Bewässern ihrer Felder und zur Verpflegung von Mensch und Tier benötigen. Sinkt der Wasserspiegel weiter, kommen diese Bauern bald nicht mehr an ihr Wasser und ihre Existenz ist bedroht. Außerdem besteht durch die Werke die Gefahr der Wasserverschmutzung. Bevor die Batterie eines durchschnittlichen Elektroautos überhaupt benutzt werden kann, werden insgesamt bereits 17 Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Ein Mittelklasse-Auto mit einem durchschnittlichen Verbrauch von sechs Litern war da schon über 100.000 Kilometer unterwegs. Die bittere Erkenntnis: Bei der Herstellung eines E-Autos wird doppelt so viel Umwelt zerstört wie bei der Produktion eines vergleichbaren Gefährts mit Verbrennungsmotor. Hauptargument der E-Auto-Verfechter: Bei längeren Strecken und Fahrzeugen mit großer Kilometeranzahl sind E-Motoren ökologisch sinnvoll. Damit der Strom aber nicht zu teuer wird und man sich lästiges Dauertanken erspart, sind für diese Art von Fahrzeugen riesige Batterien mit noch größerem ökologischen Fußabdruck notwendig. Nach Ablauf der Lebenszeit der Batterie muss zudem eine neue her. Nicht sehr konsumentenfreundlich. Entsorgt wird die Batterie, die auch Bestandteile, die aus den Kohlekraftwerken Südkoreas und Chinas gefördert werden, hat, übrigens in Afrika, wo sie einfach verbrannt werden. Recycling Fehlanzeige. 

Was sagen unsere Freunde von den Grünen dazu? Auf ihrer Homepage werden E-Autos angepriesen: ,,Die Zeiten, in denen die Motoren unsere Städte verpesten und das Klima erhitzen, wären vorbei. Außerdem sichern wir so den Autostandort Deutschland langfristig und damit hunderttausende Arbeitsplätze.” Darum geht es unseren Weltrettern also. Um den Erhalt der deutschen Autoindustrie. Interessant. Was sagt die denn dazu? Investiert kräftig in E-Autos, deren Hauptbestandteile nicht in Deutschland produziert werden. Die Zusammensetzung funktioniert übrigens fast ausschließlich maschinell. Um Arbeitsplätze geht es also nicht. Porsche will 2023 50% seine Fahrzeuge elektrisch betrieben sehen (welcher Mensch kauft sich einen elektrischen Porsche??) , BMW bis 2025 alle. Andere ziehen nach. Die Grünen machen also das, was sie FDP und AfD vorwerfen: Politik für Unternehmer und die Autoindustrie. Irre Welt.

2 Antworten

  1. Thomas Jacobs sagt:

    Wenn die Grünen dann wirklich Politik für den Industriestandort Deutschland machen würden, wäre es ja noch akzeptabel! Das Problem ist aber die im Vergleich zu sauberen Benzinern und Dieseln miserable Ökobilanz der E-Autos, zumal in den Schwellen- und Dritte-Welt-Ländern intakte Ökosysteme zerstört, Menschen, auch Kinder, unter erbärmlichen Bedingungen seltene und giftige Erden ungeschützt für unsere E-Autos, Handys, Elektronik etc. aus dem Boden kratzen müssen! Dies ficht die elitär-arroganten “Ökologisten”, wie ich weiß, jedoch nicht an. Hinzu kommt, dass mit dem erklärten Ziele der Grünen, bis 2050 Strom nur noch aus erneuerbaren Quellen produzieren zu lassen, eine Grundlastfähigkeit für unser Land schon absolut problematisch sein wird, von notwendigen Reserven bei Hochlast ganz zu schweigen! Von der Verschandelung der Landschaft durch “Windmühlen”, Kollektoren etc. will man gar nicht erst reden! Wir werden dann weiterhin ausländischen Strom aus Kernkraft-, alten Ölkraft- und Gaskraftwerken beziehen müssen, die schon heute nur für Deutschland bereitgehalten werden. “Brave New World “: Um hier die ohnehin schon saubere Luft zu verbessern, verstänkern wir diese woanders und reden die unbewiesene CO 2-Apokalypse herbei! Interessant zu wissen wäre, welche und wie viele der Ökologisten in welchen Aufsichtsräten Ökostrom erzeugender Unternehmen sitzen, “Ökoaktien” besitzen etc. ! “Cui bono ?” und “ein Schuft, wer Böses dabei denkt!”

  1. 7. Juni 2019

    […] • Weiterlesen • […]