Schlechte Integration: Jetzt auch statistisch belegt

Von Manuel Freund | Die Integration in Deutschland ist katastrophal. Dies belegt nun auch eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. In Deutschland haben wir einen Ausländeranteil von ca. 13 %. Jedoch sind 36,4 % aller Harz IV-Empfänger in Deutschland Ausländer. Fast dreimal so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Harz IV zu empfangen, wenn man aus dem Ausland kommt. Insgesamt 10,5 % aller Empfänger kommen aus Syrien; damit sind sie nach den Deutschen die größte Gruppe. Auf Platz zwei liegen Türken mit 4,2 %, gefolgt von Irakern (2,5 %), Afghanen (2,2 %) und Bulgarien (1,6 %). Fast drei Viertel aller Syrer in Deutschland bekommen Harz IV, davon sind allerdings nur ca. zwei Drittel wirklich arbeitslos. Oft handelt es sich um eine Unterbeschäftigung, d.h. die Syrer arbeiten zwar, verdienen aber zu wenig, um davon vernünftig leben zu können.

Was hat das für Gründe? Es ist selbstverständlich, dass man als Einwanderer in Deutschland erst ein wenig Zeit braucht, bis man sich integrieren kann. Sprache ist fast alles. Wenn man in Deutschland kein Deutsch kann, dann kann man logischerweise auch keinen oder nur einen schlecht bezahlten Job ausüben. Dementsprechend ist eine gering höhere Arbeitslosenquote bei Ausländern verständlich. Jedoch war der große Flüchtlingsboom bereits in den Jahren 2015 und 2016. In diesen beiden Jahren gab es zusammen über 1,2 Mio. Asylanträge an Deutschland. 2019 werden es geschätzt nur noch ca. 100.000 sein. Die große Mehrheit der Flüchtlinge ist also bereits 3-4 Jahre oder sogar länger in Deutschland. Sie hätten im Prinzip genug Zeit gehabt, Deutsch zu lernen und sich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Vielmehr gibt es zwei von Menschen gemachte Gründe für die versagende Integration. Der erste geht von den Flüchtlingen selbst aus. Oft besteht bei Einwanderern nicht wirklich das Interesse darin, sich vernünftig zu integrieren. Es gibt in vielen Regionen genug andere Einwanderer, die die gleiche Sprache sprechen. Solang man kein Deutsch lernt oder zumindest so tut, kann man auch nicht auf den Arbeitsmarkt losgelassen werden und dementsprechend müssen Sozialleistungen empfangen werden. Dieser Aspekt spielt bei Syrern eine besonders große Rolle. Wenn ein Asylbewerber noch nicht in Deutschland aufgenommen wurde, erhält er auch Sozialleistungen. Jedoch werden diese Geldmengen nach dem Asylrecht ausgezahlt und sind dementsprechend geringer als richtiges Harz IV. Syrer werden wegen ihrer Herkunft meist sehr schnell angenommen und erhalten deswegen sehr schnell Harz IV.

Ich will jedoch nicht die ganze Schuld auf die Flüchtlinge schieben. Ich bin mir (auch nach persönlicher Erfahrung) so gut wie sicher, dass es einige Flüchtlinge gäbe, die sich unter vernünftigen Bedingungen prima integrieren würden. Leider legt der Staat dafür nicht gerade die besten Grundlagen. Erstens: Es darf einfach nicht mehr so attraktiv sein, sich nicht zu integrieren. Es gibt viel zu wenig Gründe dafür, dass man vernünftig Deutsch lernen sollte, besonders, wenn man kein Jugendlicher oder Kind ist. Dadurch, dass Flüchtlinge bzw. generell Ausländer oft sehr geballt leben, entstehen Parallelgesellschaften. In Hamburg Billstedt gibt es teilweise Schulen mit beispielsweise einem Rumänen-Anteil von über 90%. Wozu Deutsch lernen, wenn mein Umfeld auch kein Deutsch kann? Außerdem dürfen Sozialleistungen nicht so uneingeschränkt ausgezahlt werden. Auch mit geringen Deutschkenntnissen kann man einen gering bezahlten handwerklichen Beruf ausüben. Wenn man durch diesen jedoch nur wenige Euro mehr bekommt, als wenn man einfach gar nicht arbeitet, dann kann ich verstehen, dass man sich lieber weiter auf den deutschen Sozialstaat verlässt.

Deutschland hatte tatsächlich vor, 100.000 kleine Jobs zu schaffen, um Asylbewerber im Verfahren oder parallel zu den Integrationskursen zu beschäftigen. Jedoch kamen nur 32.000 Flüchtlinge wirklich an solche Jobs. Die größte Hürde ist der Verwaltungsaufwand.

Für die Städte und Gemeinden, die meistens sehr viele Flüchtlinge untergebracht haben, wenn sie welche haben, bedeuten diese Mengen Kleinjobs Unmengen an Bürokratie. Es fehlt zudem an Übersetzern. Die Arbeitsverträge können nicht unterschrieben werden, wenn sie nicht verstanden werden. Auch häufig von den Flüchtlingen kritisiert: Es sei zeitlich nicht möglich, Integrationskurse zu besuchen und zusätzlich noch zu arbeiten. Wobei ich dieses Argument für pure Faulheit halte. Die Deutsch-als-Zweitsprache-Schüler an unserer Schule und der Schule nebenan haben nicht annähernd so viele Stunden wie wir und trotzdem schaffen ich und viele andere aus meinem Jahrgang es noch nebenbei Minijobs zu machen. Mir wäre, wenn ich mich den Tag über in der Stadt herumtreibe, auch noch nicht aufgefallen, dass die Flüchtlinge bei uns so wenig Zeit haben.

Diese schlechte Integration kann und wird viele Folgen für Deutschland haben. Schon jetzt sind einige davon erkennbar. Die Kriminalitätsrate bei Ausländern ist deutlich höher als bei Deutschen. Die Geschehnisse der letzten Monate sind beängstigend. Ein Flüchtling, der einen kleinen Jungen vor einen Zug wirft, Vergewaltigungen, die teilweise von 12-Jährigen begangen werden und was alles unter der Oberfläche der Kriminalstatistiken passiert, will ich, glaube ich, gar nicht alles wissen. Auch für den Haushalt wird die schlechte Integration langsam teuer, denn Harz IV zahlt sich nicht von allein. Der gesellschaftliche Stand von Flüchtlingen verschlechtert sich durch die Vorfälle immer weiter. Leider werden solche Probleme selten benannt, denn es sind unangenehme Wahrheiten. Deswegen beschäftigt sich die Politik viel zu wenig mit solchen Problemen. Wir fordern die Politik dazu auf, nach realistischen Lösungsvorschlägen zu suchen, die das Integrationsproblem langfristig Lösen. Kein Totschweigen mehr!

3 Antworten

  1. karlchen sagt:

    Ich kann dieses Wort nicht mehr hören: Integration… Eigentlich ist es doch ganz einfach – wenn ich irgendwohin einwandere, muss ich mich dort an die Regeln halten, mich also anpassen. Das muss verlangt werden, und die, die sich nicht daran halten, gehören umgehend herausgeworfen. Macht jeder Gastwirt, jeder Ladenbesitzer, jeder Privatmensch in seinem Wohnzimmer so.