„Reparationen“ für Afro-Amerikaner: Die Demokraten bleiben auf historischer Linie

Von MAX ROLAND | Traditionen sind wichtig. Auch für die US-Demokraten.

 

In einem sind sich die Demokraten von 1819 und ihre Parteifreunde 200 Jahre später noch einig: Schwarze und Weiße gehören unterschiedlich behandelt.

Die waren früher schon die Partei der Rassisten. Der KKK stand den Demokraten nahe, und die Demokraten traten für Rassentrennung und co. ein. Heute hat der Rassismus ein anderes Gesicht, aber bleibt doch im Kern das, was es ist: Rassismus halt.

Dazu gehört zum Beispiel, dass Schwarze den Weißen unterlegen sind. Und diese Überzeugung ist bei den Demokraten hoch im Kurs. Zwei demokratische Präsidentschaftskandidaten, die Senatorinnen Kamala Harris und Elizabeth Warren, zeigen das dieser Tage erneut. Die beiden fordern „Reparationen“ für schwarze Amerikaner. Warum das? Weil diese (angeblich) noch immer unter den „Spätfolgen“ der Sklaverei und der Rassentrennung leiden würden. Damit ist eine Forderung, die  vor zwei, drei Jahren nur von Extremisten wie den „black Nationalists“ erhoben wurde, in den Mainstream der amerikanischen Politik durchgesickert. Mit anderen Worten: Hier wird Rassismus wirklich salonfähig. Halt nur unter dem Namen „Antirassismus“. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, und Rassismus ist Antirassismus.

Die Demokraten haben spätestens seit ihrer Niederlage 2016 den Prozess der völligen Entfernung von jeder Vernunft angetreten. Bei ihnen wird Rasse so politisiert wie zuletzt in den 60er-Jahren. Quoten, Privilegien und co. für Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe: Was Amerika unter den Demokraten Kennedy und Johnson einst hinter sich lassen konnte, kommt dank der Demokraten jetzt zurück. Progressive gehen zurück in die 60er – für den Fortschritt. Und wer sich gegen Rassismus stellt, der ist ein Rassist. Man kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Amerikaner vernünftig bleiben: Und 2020 den Demokraten eine Quittung für diese spalterische, gestrige Politik ausstellen. Die einzig wählbare Partei sind zur Stunde die Republikaner. Denn die Forderungen der Demokraten sind vor allem eines: Unamerikanisch bis ins Mark.