Rechenschaft für den Genozid in Darfur

Von Manuel Freund | Der Ex-Diktator Omar al-Baschir wirkte beim koordinierten Völkermord von 2003 bis 2007 im Sudan essenziell mit. Er soll laut Menschenrechtsorganisationen für ca. 300 000 Tode mitverantwortlich sein. Weitere 2,5 Mio. Menschen wurden in der Zeit aus der Sudanesischen Region Darfur vertrieben. Der internationale Gerichtshof stellte deswegen 2009 einen internationalen Haftbefehl gegen Baschir aus. Das Problem war bisher, dass die meisten Afrikanischen Länder – so auch der Sudan – nicht das Römische Statut unterzeichnet haben. Zusätzlich hielten sich einige Länder wie Südafrika trotz Unterzeichnung nicht an die Regularien, sodass es bisher nicht möglich war, den Ex-Diktator vor den Gerichtshof in Den Haag zu stellen. So konnte Baschir bislang unbesorgt in ganz Afrika herumreisen, ohne ausgeliefert zu werden. Jetzt zeigt Khartum jedoch, dass der Sudan durchaus bereit ist, zu kooperieren. Der Sudanesische Regierungssprecher Mohammed Hassan kündigte an, den Kriegsverbrecher auszuliefern. Gerechtigkeit könne nicht geschaffen werden, wenn wir die Wunden nicht heilen, so Hassan.

2 Antworten

  1. Great content! Super high-quality! Keep it up! 🙂

  1. 15. Februar 2020

    […] • Weiterlesen • […]