Political Correctness im Weltall – und noch viel weiter

Von Max Roland | „Systemischer Rassismus“ ist überall – sogar im Weltraum. Die NASA hat sich vorgenommen, ihre eigenen Begriffe unter die Lupe zu nehmen: „Die wissenschaftliche Community möchte systemische Diskriminierung und Ungleichheit bekämpfen.“ Der NASA sei klar geworden, dass bestimmte kosmische Spitznamen „nicht nur unsensibel, sondern auch aktiv schädlich sind“. Man werde die eigene Terminologie im Rahmen seines Engagements für „Diversity, Gleichheit und Inklusion“ überprüfen. Beispiel gefällig? Die Spiralgalaxien NGC 4567 und NGC 4568 haben den Spitznamen „Siamesische Zwillingsgalaxien“. Dieser wird nun, in vorauseilendem Gehorsam gegenüber allen, die sich eventuell diskriminiert fühlen könnten, aus dem Wortschatz der Weltraumforscher verbannt. Stephen Shih, der NASA-Beauftragte für Diversity und Chancengleichheit, erklärte, Wissenschaft müsse dringend inklusiver werden.

Das hat auch das prestigeträchtige „New England Journal of Medicine“ erkannt. Das amerikanische Wissenschaftsmagazin veröffentlichte ein Editorial, in welchem es „systemischen Rassismus“ in seinen eigenen Publikationen, aber auch in der Wissenschaft als ganzes verurteilte. Ähnliches wurde von den Fachzeitschriften „Science Magazine“ und „the Cell“ veröffentlicht. Letztere schrieb schuldbewusst: „Wir sind 13 Wissenschaftler. Nicht einer von uns ist Schwarz“. Schuld daran sei – richtig – der „systemische Rassismus“ in den Vereinigten Staaten. „Systemischer Rassismus“ bezeichnet übrigens einen Zustand, in dem Rassismus alle Bereiche einer Gesellschaft durchsetzt haben soll. Jede Ungleichheit zwischen Ethnien ist dann auf diesen systemischen Rassismus zurückzuführen. Dieser tiefsitzende Rassismus ist wie ein Yeti: Alle reden darüber, aber keiner kann konkret sagen, wo er ist. Außer natürlich im Weltall – doch selbst da kann ich ihn nicht sehen, obwohl ich als männlicher Weißer, der sich seiner Privilegien nicht bewusst ist, ja angeblich schon hinterm Mond lebe.

2 Antworten

  1. Max Media sagt:

    „Wir sind 13 Wissenschaftler. Nicht einer von uns ist Schwarz“

    Da wäre meine einzige Antwort:
    Dafür schleppt ihr 13 schwarze Löcher mit euch rum,
    ist doch auch was. Und kein einziges weißes Loch.

  2. Sokleidas sagt:

    ‚Letztere schrieb schuldbewusst: „Wir sind 13 Wissenschaftler. Nicht einer von uns ist Schwarz“.’

    Nichts als Krokodilstränen und Heuchelei.