“Patriotischer Beweis für britische Exzellenz“: Oxford-Dozentin gegen Corona-Impfstoff

Von Sebastian Thormann | Kürzlich schrieb eine Oxford-Dozentin sie wolle nicht, dass ihre Universität als erste einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt, da dieser dann eine “politische, patriotische Funktion als Beweis für britische Exzellenz” erfüllen würde. Für diese Dozentin, die übrigens u.a. “Gender und Verletzlichkeit” erforscht, ist also das Erste woran sie denkt, wenn britische Wissenschaftler einen solchen Impfstoff entwickeln würden, nicht etwa die Rettung tausender Menschenleben, sondern dass es suggeriert, der Westen könne dabei in irgendeiner Form besser dastehen als China und andere asiatische Länder.

Zu viele Leute scheinen sich ständig mit einem Gruppendenken zu beschäftigen, und zwar ein Denken in “Unterdrücker” und “Unterdrückte”, in diesem Fall: Der eigentlich böse imperialistische Westen gegen den Rest der Welt. Mit der gleichen Argumentation werden auch z.B. militant-terroristische Palästinenser zu unterdrückten Widerstandskämpfer und friedliche Israelis zu Besatzern und Aggressoren.

Viel öfter als um Nationen, die sich durchaus in größeren Maße unterscheiden können, geht es darum, die Gesellschaft in immer kleinere ethnische und soziale Gruppen aufzuspalten, und sich mit nichts anderem als der Zugehörigkeit dazu zu beschäftigen. Als die US-Regierung etwa am 30. Januar die Einrichtung einer Experten-Task-Force im Kampf gegen das Coronavirus ankündigte, titelte CNN: “Die Coronavirus Task Force ist ein weiteres Beispiel für die mangelnde Vielfalt der Trump-Administration” 

Das Problem? Sie bestand größtenteils aus den verhassten “alten, weißen Männern”, die die Gruppe der “Unterdrücker” und “Privilegierten” darstellen. Statt die Virologen und Beamte als Individuen mit ihrer Expertise, Erfahrung und Leistung zu betrachten, beschäftigt man sich nur mit deren vermeintlicher “Gruppenzugehörigkeit”. 

Zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung sprach Martin Luther King von seinem Traum, dass seine Kinder “eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht nach der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Inhalt ihres Charakters beurteilt werden.” Inzwischen gibt es genügend Leute die sich hauptberuflich mit dem Gegenteil beschäftigen: Menschen fast ausschließlich nach ihrer Hautfarbe, Ethnie oder ihrem Geschlecht zu beurteilen.

Eindrucksvoll gezeigt hat das vor zwei Jahren ein Experiment dreier (echter) Wissenschafter: Sie schickten absichtlich lächerliche Forschung an prominente wissenschaftliche Zeitschriften von Gender Studies & Co. Veröffentlicht wurden u.a. eine feministisch-umgeschriebenes Kapitel aus “Mein Kampf” und ein Artikel zu “Fat Bodybuilding”.

In einem besonders lächerlichen “feministischen Ansatz zur Pädagogik” war sogar folgendes empfohlen worden: Schüler mit viel “Privilegien”, also die “Unterdrücker”, könnten von „Erfahrungsreparationen“ wie dem Sitzen auf dem Boden, dem Tragen von Ketten als pädagogische Gelegenheit innerhalb der Klasse profitieren. Die Kritik der Peer-Review des hochangesehenen Journals bezog sich dann darauf dass die Wissenschaftler bei dem Thema zu viel Mitgefühl für die Schüler zeigten, die diesen Methoden ausgesetzt wären.

Das bestätigte den Verdacht der Wissenschaftler, dass es in diesen Feldern hauptsächlich darum geht, eine bestimmte politische Agenda voranzutreiben. Solange man dabei irgendwelche Identitätspolitik verwendet, wird so ziemlich alles als Forschung akzeptiert – sei es noch so abstrus.

Das Ziel von Identitätspolitik ist dabei oft das gleiche: Das aktuelle “System”, das für diese “Privilegien” und “Unterdrückung” verantwortlich sei, müsse beseitigt werden.

2 Antworten

  1. Marc Greiner sagt:

    Diversität, Gender (Sex), Klimawandel, Feminismus usw. sind nur Instrumente der Neo-Marxisten um den Kapitalismus abzuschaffen, und damit auch die Freiheit und Demokratie, da diese 3 Dinge immer zusammengehören.
    Beweis: Beim jetzigen Lockdown mit ihren sämtlichen Einschränkungen sind die Linken/Antifa voll dafür, dies bis in die Ewigkeit weiter zu fahren, mit Exekutiv-Entscheidungen ohne demokratische Legitimation. Warum: Weil es ihnen entspricht. Die Devise lautet: Lass niemals eine Kriese ungenutzt verstreichen.

  2. moneypenny sagt:

    Oxford-Dozenten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren…