Obama produziert Anti-Trump Netflix-Serie

Wie der Streamingdienst Netflix am Anfang der Woche bekannt gab, arbeiten sie an einer Adaption des Buches „Erhöhtes Risiko“ des Autors Michael Lewis.

Der New-York-Times-Nr.1-Bestsellerautor wirft Trump in seinem Buch vor allem Unwissenheit vor. Seine Mannschaft, ohnehin spärlich vertreten, habe demnach keinen Plan, was zu tun sei. Anhänger Trumps hätten, ebenso wie er selbst, keine Ahnung von den Konsequenzen, die zum Beispiel das Leugnen des Klimawandels nach sich ziehen würde. Die kurzfristigen Erfolge Trumps seien Früchte der Zerstörung kollektiven Wissens und dem Ignorieren jahrzehntelanger Regierungserfahrung. Das Buch spricht den Gegnern des US-Präsidenten sehr zu, die Medien stürzten sich geradezu darauf.

Jetzt zeigt sich auch Barack Obama überaus interessiert. Die Produktionsfirma Higher Ground Productions, die vom Ex-Präsidenten und seiner Frau gegründet wurde, arbeitet nämlich an der Serie. Außerdem hat Netflix die Zusammenarbeit mit den Obamas auch für ein weiteres Projekt verkündet. So produziert Higher Ground Productions zusätzlich die Verfilmung von „Overlooked“, einem Konzept der New York Times, das sich aus Nachrufen auf Verstorbene zusammen setzt, deren Tod zunächst keine öffentliche Beachtung gefunden hat, meist weil sie Frauen oder Schwarze waren. Klingt wirklich sehr als würde da jemand gerne im Gedächtnis bleiben.

Wenn man jahrelang als Heilsbringer gehandelt wird, seinen Nobelpreis schon bekommt, bevor man überhaupt anfängt und dann fürs Golfspielen wiedergewählt wird, kann es schon schwer sein, der Tatsache ins Auge zu schauen, dass man auch eines Tages abgesetzt wird. Und so reiht er sich nun in die Reihe der schlechtesten Verlierer Amerikas ein. Eine Reihe in der man auch Hillary Clinton wiederfindet, die nach Trumps Wahlsieg aus jeder Ecke gesprungen ist, um uns allen zu versichern, dass der Weltuntergang naht.

Wenn Obama sich so sehr für die armen Frauen und Schwarzen interessiert, vielleicht hätte er dann erstmal mit den Lebenden anfangen sollen? Und das am besten, als er noch die Position als einer der mächtigsten Männer der Welt inne hatte, nicht jetzt, wo die Russen einen unwissenden „Klimaleugner“ zur Macht verholfen haben. Wenn er das amerikanische Volk wirklich so sehr lieben würde, hätte er statt Golfspielen und emotionale-Reden-halten, doch zur Abwechslung mal etwas anderes machen sollen. Denn wenn Trump und seine „Mannschaft“, die ja so spärlich vertreten ist, so überhaupt keinen Plan von nichts haben, hätte es doch eine Leichtigkeit für Obamas Partei sein müssen, wiedergewählt zu werden, wo er doch so eine gute Vorlage geliefert hat. Irgendetwas muss Obama falsch gemacht haben und wenn Donald Trump genau das ​Gegenteil tut, muss er ja etwas richtig machen. Wenn er schon so unerwartet gewonnen hat, sollte man ihn vielleicht nicht mehr ganz so unterschätzen, so unwissend scheint er ja doch nicht zu sein.

2 Antworten

  1. karlchen sagt:

    Trump setzt sich z. B. für die Rechte Schwuler im Iran ein – während Politiker wie Obama mit diesem verbrecherischen Regime Verträge schließen. Auch für die so schützenswerten Juden macht sich Trump als einziger stark. Ach ja, und die Meinungsfreiheit an Universitäten will er auch wiederherstellen. Dumm kann man das alles nicht finden – wohl aber die Selbstgerechtigkeit seiner Gegner.

  1. 3. Mai 2019

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