Neue Migranten-Karawane überquert mexikanische Grenze

Von KARL DRAMM | Wer von Guatemala aus nach Mexiko emigrieren will muss fünf Tage auf ein humanitäres Visa der mexikanischen Behörden warten – einigen Hundert Migranten waren diese fünf Tage aber zu viel, weshalb sie beschlossen den Grenzfluss Rio Suchiante zwischen den beiden mittelamerikanischen Ländern mit selbstgebauten Flößen zu überqueren. Sie kommen aus weiten Teilen Mittelamerikas. Einige von ihnen konnten auch im Dunkeln die Chance nutzen über die Grenzbrücke in Richtung Mexiko weiterzumarschieren.
Der Treck von Migranten ist am letzten Dienstag in San Pedro (Honduras) gestartet und hat ein klares Ziel: die Vereinigten Staaten. Von den knapp 2000 die am Anfang dabei waren gelangten aber nur einige Hundert auf mexikanisches Staatsgebiet.
Das Prinzip der Migration in Mexiko ist einfach: jeder Einwanderer bekommt ein Armband, welches nach fünf Tagen gegen eine Besucherkarte Mexikos auszutauschen ist. Diese Karte sichert den Flüchtlingen eine Arbeitserlaubnis sowie medizinische Grundversorgung durch den mexikanischen Staat.
Donald Trump sieht diese neue Karawane als einen weiteren Grund die Mauer schnellstmöglich zu bauen: bereits jetzt nutzten über ein tausend Menschen aus Ländern in Mittelamerika wie Guatemale, El Salvador, Nicaragua und Honduras die Armbänder und Besucherkarten der Mexikaner.
Seit Oktober haben bereits mehrere Trecks (insgesamt ca. 13.000 Menschen) auf den Weg in Richtung USA gemacht.

1 Antwort

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Frei nach GoT: „Süden, nicht Norden!“