Nahles, war das wirklich alles? SPD-Parteichefin kündigt Rücktritt an

Von JAN SCHNEIDER | Die bei Volk und Partei äußerst unbeliebte SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat in einem offenen Bruef ihren Rücktritt angekündigt. Sie habe den Vorsitz in schweirigen Zeiten übernommen, für die sie nicht genügend Rückhalt habe. Damit zieht die ex-Ministerin Konsequenzen aus den historisch schwachen Wahlergebnissen seit ihrem Amtsantritt. Bundesfinanzminister Scholz kündigte am Morgen an, es werde keine weiteren GroKos mehr geben. Ist er scharf auf die Nahles-Nachfolge? Auch der Name Kevin Kühnert, JuSo-Chef und verbitterter GroKo-Gegner, wird genannt. Er sollte aber etwas zu jung für den Posten sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die einstmals so stolze Sozialdemokratische Partei entwickelt. Ob der Nahles-Rücktritt positive oder negative Folgen hat, bleibt abzuwarten.

Klar ist: Will der Neuanfang gelingen, muss die SPD zu ihren Wurzeln zurückkehren. Sozialdemokratische Werte, was immer man von ihnen halten mag, vertritt die einstige Partei von Brandt und Schmidt nämlich schon lange nicht mehr. Sie muss es schaffen, den Spagat zwischen Arbeiterpolitik und Politik für die junge, hippe, obere Mittelschicht FFF-Meute zu machen- oder sich sogar ganz vom Yuppie-Milleu abgrenzen. Andernfalls laufen ihnen ihre Wähler davon. Unsere Rentner werden immer älter. Am Montag wird Nahles sich öffentlich erklären. Politisch Korrekt verabschiedete sie sich und wünschte ihren Nachfolgerinnen und Nachfolgern viel Glück. Da sage ich an der Stelle: Viel Glück SPD.

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