Nach Verhaftung von Guaidós Büroleiter: USA kündigen Konsequenzen an


Von Manuel Freund | Der venezolanische Präsident ist bekanntermaßen nicht gerade der demokratiefreundlichste – so überrascht es auch nicht, dass er vor Kurzem Roberto Marrero, den Büroleiter des Oppositionsführers, verhaften ließ. Komplett ohne Beweise oder auch nur Indizien wurde er wegen angeblichen Anführens terroristischer Gruppierungen verhaftet. Die durchsuchenden Soldaten stellten zwar Kriegswaffen und Bargeld in ausländischen Währungen sicher, jedoch wird von der Opposition behauptet, dass diese von den Durchsuchern selbst in das Haus geschmuggelt wurden, um Marrero illegalen Waffenbesitz und Planung von Terrorangriffen vorzuwerfen. Bei der Korruptheit der Maduro-Regierung sollte jedem klar sein, dass dies natürlich nur ein Akt war, um die Meinungsfreiheit fordernden Oppositionellen, die im Volk inzwischen die Mehrheit haben, zurück zu drängen.

Maduro behauptete, dass die angebliche Terrorzelle rund um den Oppositionspräsidenten Juan Guaidó Söldner aus anderen Teilen Südamerikas einschleuse, um Terroranschläge zu verüben und das Land „ins Chaos zu stürzen“. Maduro merkt offensichtlich nicht, dass nicht der Aufschrei nach Meinungsfreiheit, sondern seine sozialistische Politik das Land in den Abgrund stürzt.
Durch die Verhaftung Morreros wurde die Oppositionspartei Voluntad Popular und somit auch der politische Widerstand gegen Madero natürlich stark attackiert, sodass die USA nun ein Machtwort sprachen. Sollte der Büroleiter nicht umgehend freigelassen werden, so werde dies Konsequenzen haben, kündigte die amerikanische Regierung an. Eine Rhetorik, die ich in Deutschland schon lange und vergeblich erwarte. In der Türkei werden über ein Jahr lang deutsche unschuldige Reporter festgehalten und das einzige, was ich dazu von unserer Regierung gehört habe, war Rumgeschwafel, dass man alles daran setze, den Inhaftierten Deniz Yücel zu befreien, aber man wolle sich die Freundschaft mit der integren Türkei, die uns als politischer Partner ja so wichtig ist, nicht zerstören. Genau das gleiche mit dem Reporter Billy Six
Zurück zu Marrero: Er ist nicht einmal amerikanischer Staatsbürger und die USA sorgen sich trotzdem um seine Rechte. Unendlich wird nur gegen die amerikanische Politik polemisiert, es wird sich am laufenden Band darüber beschwert, dass die USA in Ländern intervenieren, um sie von Terrorherrschaften wie der in Venezuela zu befreien. Jedem, der sich über Amerika als Weltpolizei beschwert, rate ich, sich einmal vor Augen zu führen, was die Alternativen sind. Der venezolanische Präsident würde absolut jeden Oppositionellen verhaften lassen, da es sowieso keinen gäbe, der dagegen vorgehen würde. Eine Menge fast oder komplett ausgerotteter Terrororganisationen wie der IS würden noch durch die Welt streifen. Das jüdische Volk wäre mehrmals komplett vernichtet worden. Und auch Deutschland kann den USA als Weltpolizei dankbar sein. Stichwort: Berliner Luftbrücke.

Will irgendwer von euch lieber China oder Russland als Weltpolizei? Länder, die von Menschenrechten so viel verstehen wie die CDU von Digitalisierung. Das wären nämlich die Alternativen. Doch so, wie es aktuell noch ist, kann ich mir zwar sicher sein, dass Amerika Deutschland aus der Patsche hilft, falls wir mal wieder ein Terrorregime bekommen sollten, jedoch kann ich mir nicht sicher sein, ob Deutschland mir hilft, wenn ich in Venezuela wegen freier Meinungsäußerung im Gefängnis sitze.

2 Antworten

  1. FreiHerr sagt:

    Sehr sehr guter Artikel. Das Ende bringt es echt auf den punkt

    • Da bosso sagt:

      Naja…. Dieser ganze fern Patriotismus für die USA ist iwie auch albern. Das ist keine gottheit