Mit Linksterror ins neue Jahr

Von Max Roland | Ein neues Jahr startet mit alten Problemen. Ganz Deutschland spricht über eine vermutlich Linksradikale Gewalttat in Connewitz – Ermittlungen zu einem Angriff mit (unter anderem) Pflastersteinen auf einen nun schwerverletzten Polizisten in der Silvesternacht laufen bereits und werden natürlich durch linke Relativierungen begleitet. Die SPD Leipzig schaffte es sogar, eine Mitschuld der Polizei zu suggerieren: Die „eskalierende Einsatztaktik“ ging halt „auch für die eingesetzten Beamt*innen nach hinten los“. Selber schuld, wer Recht und Ordnung im Antifa-Kiez durchsetzen will?

Doch in der Debatte geht eines unter: Connewitz war kein Einzelfall. Während die Redaktionen von Tagesschau und co. in verzweifelter Wortakrobatik versuchten, den Bezug zum Linksextremismus möglichst unter den Tisch fallen zu lassen, hatten sie wohl keine Zeit, über andere Anschläge zu berichten. 

Noch vor dem Jahreswechsel wurde eine evangelikale Gemeinde in Baden-Württemberg Ziel eines Brand- und Farbanschlags. In der Nacht zum 27. Dezember brannte ein Fahrzeug der „Tübinger offensiven Stadtmission“, auch ein Gebäude der Gruppe wurde beschädigt. Dazu bekannte sich eine „feministische Autonome Zelle“. In einem Bekennerschreiben auf der einschlägig bekannten Website „Indymedia“ sagt die Gruppe, sie habe sich entschieden, „diese symbolträchtige und für Aktionen angenehm ruhige Zeit zu nutzen, um auf einen überregionalen antifeministischen Akteur, die Tübinger Offensive Stadtmission (TOS), hinzuweisen und diesen mit Farbe und Feuer anzugreifen“.  Eine weitere „feministische Autonome Zelle“ bekannte sich wenige Tage später zu einem Anschlag auf den bekannten Berliner Journalisten Gunnar Schupelius. Bis heute findet sich kein Journalist aus dem Mainstream, der diesen Angriff zur Kenntnis nimmt, geschweige denn verurteilt. Kein haltungzeigender Georg Restle, kein solidarisierender Tom Buhrow, kein Statement des Journalistenverbandes – ohrenbetäubendes Schweigen, während ein Kollege Ziel eines feigen Angriffes vor der eigenen Haustür wird. Schupelius hat natürlich Pech gehabt – hätte er eine Drohmail mit offensichtlich rechtsextremem Absender gehabt, hätten sich mindestens die genannten schneller solidarisiert, als man „Heuchelei“ buchstabieren kann. 

Des weiteren kursiert ein Indymedia-Beitrag einer Gruppierung, die sich „Die Schwarze Schar“ nennt. Im Beitrag wird zur Gewalt gegen Andersdenkende und Oppositionspolitiker aufgerufen. Die Ziele der Gewalt sollen AfD-Politiker, Polizisten, Juristen, Bundeswehrsoldaten, Konzernvertreter und religiöse Vereinigungen sein, so der Aufruf, der am  31.12.2019 erfolgte.  Mit dem Namen „Schwarze Scharen“ soll  eine Welle der Gewalt wie zur Zeit der 1920er Jahre angekündigt werden – die Gruppe sieht sich als Nachfolger von anarchistischen Kampfgruppen in der Weimarer Republik an. Auch hier: Schweigen. Es sind ja keine Rechtsextremen mit ungefähr einem Luftgewehr – das hätte man dann ja mitgekriegt.  Also jetzt alle im Chor: Der Feind steht Rechts! Der Feind steht Rechts! Der Feind steht Rechts! Und immer brav Rundfunkabgabe zahlen und Qualitätsmedien lesen – am Ende bekommt man 2020 noch mehr von linken Terroranschlägen mit. Und das verzerrt ja nur den Blick auf das wesentliche – die AfD und böse, rechte Hass-Wörter.

1 Antwort

  1. karlchen sagt:

    Der Feind will den auf freiheitlichen, liberalen Werten gegründeten Rechtsstaat abschaffen – und tobt sich in der Silvesternacht gegen Ordnungskräfte und jedermann auf den Straßen aus. Da unterscheidet sich der Linksradikale nicht vom Neuköllner “jungen Mann“. Diese Gewalt muss unterbunden werden! Ich danke allen Polizisten und sonstigen Ordnungshütern, dass sie dies noch zumindest versuchen.