Mehrere Dschihadisten in Hessen festgenommen

Von David Becker |  Am Morgen des 21.02.2019 wurde in den Orten Rüsselsheim, Raunheim, Biebesheim, sowie
einem weiteren Objekt in Nordrhein-Westfalen eine Razzia der hessischen Polizei durchgeführt.
Das Hauptziel waren dabei, laut der Frankfurter Staatsanwaltschaft, 26 jährige Eheleute aus
Raunheim, welche im November 2016 versuchten, mit ihren Kleinkindern im Gepäck, durch
die Türkei nach Syrien zu gelangen. Dort wollten sie zu „dschihadistischen Zwecken“ in ein
von der Terrormiliz IS beherrschtes Gebiet einreisen. Dies blieb ihnen allerdings von der
türkischen Polizei verwehrt und sie wurden nach Deutschland abgeschoben. Das war jedoch
kein Einzelfall.
Die Razzia richtete sich insgesamt gegen 12 Menschen mit deutscher und deutsch-
marokkanischer Staatsangehörigkeit, die zwischen 22 und 33 Jahren alt sind. Als Grund für
diese Razzia wurde der Verdacht auf „die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdeten
Gewalttat“, beziehungsweise Beihilfe dazu angegeben. Die Beschuldigten sollen versucht
oder geholfen haben nach Syrien zu reisen um dort Kampfhandlungen auszuüben und sich an
Anschlägen von islamistisch-terroristischen Gruppierungen zu beteiligen.
Bei diesen Durchsuchungen waren, laut Staatsanwaltschaft, 200 Eisatzkräfte vor Ort und 15
Wohnungen und Geschäftsräume wurden dabei durchsucht.
Es wurden Bargeld in niedrigem fünfstelligen Bereich, sowie Messer und diverse Unterlagen
sichergestellt.
Solche Menschen sind keine Einzelfälle. Seit 2013 sind laut den Außenbehörden 1050
deutsche Staatsbürger nach Syrien gereist um der Terrormiliz des IS Beistand zu leisten. Diese
Terrormiliz ist jedoch zurzeit stark geschädigt und droht zu zerfallen. Nach jahrelangem
Bürgerkrieg eine gute Nachricht für Syrien.