Kubicki verteilt Ordnungsruf für Antifa-Anstecker im Bundestag

Von Max Roland | FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki hat in der heutigen Sitzung des Bundestages seinen Wert für das Bundestagspräsidium bewiesen. Der norddeutsche Vizepräsident des Parlamentes ist für seinen Witz während der Sitzungsleitungen bekannt. In der heutigen Sitzung bewies er jedoch erneut, dass er auch konsequent durchgreifen kann.

Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Martina Renner, trug im Plenarsaal einen gut sichtbaren Anstecker der Antifa. Anlass war ein Antrag der AfD, der die Ächtung des linksextremistischen Gewaltkollektivs forderte. Ein Kollektiv, mit dem sich die Linken gerne solidarisieren – umso größer die Empörung, als Kubicki der Abgeordneten mit einem Ordnungsruf zu verstehen gab, dass linksextremistische Symbolik  zumindest noch im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes geächtet ist. Die Linksfraktion protestierte gegen die Maßnahme – und bekam mit einem weiteren Ordnungsruf an Parteichefin  Kipping eine deutliche Reaktion des sitzungsleitenden  Schleswig-Holsteiners. Darüber berichtet hatte das linke Blatt „junge Welt“. Uns treibt, wohl im Gegensatz zur Redaktion unserer linken Kollegen, die Maßnahme doch ein leichtes Lächeln ins Gesicht. Das soll jedoch nicht die geschätzten Verantwortlichen der „jungen Welt“ diskreditieren: Wer so messerscharf analysierend erkennt, dass die hohen Strompreise eine Folge der Deregulierung des Energiemarktes sind (und nicht etwa der de facto – Planwirtschaft, die in diesem Sektor bereits herrscht), der hat natürlich trotzdem unseren tiefsten Respekt verdient.

Ergänzung: Die Genossin Abgeordnete, Frau Renner, gab natürlich auf Twitter noch einem zum Besten: “Ich fordere einen Stellenzuwachs bei der #Antifa statt bei Polizei und Geheimdiensten”, ließ die lupenreine Demokratin über ihren Account verlauten. Ich erspare mir jeden “Wenn-das-ein-AfDler..”-Kommentar und entlasse den Leser einfach ohne weitere Einordnung, die ohnehin überflüssig wäre.

2 Antworten

  1. Thomas Jacobs sagt:

    Großen Dank an Herrn Kubicki, der die Würde des Parlamentes verteidigte.
    Es zeigt sich anhand dieses Vorkommnisses wieder einmal, dass am roten und auch an Teilen des alternativen Randes immer noch eine naive bis primitive Gesinnungsethik herrscht, die glaubt, aufgrund vermeintlich korrekter und humaner Zeile eine Ethik der Mittel vernachlässigen zu können. Die führt dazu, dass Aktionen der Roten SA, sofern sie scheinbar gute Ziele vorgeben, nicht nur geduldet, sondern auch gefördert werden, wie es die linke Abgeordnete öffentlich, und hinter den Kulissen vermutlich erst recht, so schön demonstriert! Dass man mit schlechten Mitteln Gutes nicht befördern kann, dass es auch eine Ethik der Mittel gibt, ist diesen rot und alternativ lackierten Salonfaschisten nicht beizubiegen. Und dass Autonome, Antifa, Interventionistische Linke keineswegs zimperlich in der Wahl ihrer Mittel sind, um das in ihren Augen Gute zu befördern, machen sie immer wieder durch ihre sattsam bekannte Randale deutlich! Diese zeigt weder verantwortungsethische noch mittelethische Einstellungen, sondern oft nur eine primitive Gesinnungsethik, die vermutlich in einem krankhaften Narzissmus und einem Mangel an demokratischem Bewusstsein wurzelt. Da liegt es bei diesen Herrschaften dann nahe, Legislative, Exekutive und Jurisdiktion in ihren Händen zu vereinigen und sich in Akten autoritärer Selbstermächtigung über alles das hinweg zu setzten, was eine liberale Demokratie auszeichnet.

  2. moneypenny sagt:

    😊 Wirklich gute Aktion von Kubicki.
    Nehme ihm aber immer noch übel, dass er die Ausweisung von Grenell gefordert und die USA als Besatzungsmacht bezeichnet hat.
    Aber man kann wohl nicht alles haben…