Krawall auf der Automesse IAA: Was uns erwartet

Von Manuel Freund | Es ist wieder so weit: dieses Wochenende findet in Frankfurt am Main die internationale Automobilausstellung (IAA) statt. Dieses Jahr jedoch leider mit einer kleinen Besonderheit. Vor sämtlichen Eingängen werden nämlich vermutlich super freundliche Klimaaktivisten stehen. Mit einem netten „viel Spaß bei der Automesse“, kann man sich dann friedlich neuste Innovationen und schöne Modelle im Bereich der Automobilität anschauen.

Vor Linksextremen eingeknickt: Der Mercedes-Stern als klappbare Kühlerfigur wird in neueren Daimler-Modellen immer seltener und wird stattdessen am Kühlergrill angebracht.

Naja, ganz so friedlich wird es vermutlich nicht ablaufen. Um genau zu sein hat das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Hessen lange gezweifelt, ob entsprechende Demonstrationen überhaupt zugelassen werden sollen. Grund dafür sind natürlich nicht die Demonstranten, die wirklich nur vorhaben, ihre Kritik friedlich zu äußern. Auch wenn ich nicht gerade deren Meinungen vertrete, akzeptiere ich es, dass es in der Nähe einer Automobilmesse in Deutschland auch eine Umweltdemo gibt. Das Problem ist die hohe Gewaltbereitschaft von Teilen der Demonstranten.


Offiziell angemeldet sind nur kleinere Demos mit wenigen hundert Personen. Jedoch gibt es Grund zur Annahme, dass es nicht beim angemeldeten Ausmaß an Teilnehmern bleibt. Auch, dass die Proteste friedlich ablaufen werden, ist zweifelhaft. Der Veranstalter der Demos ist eine Gruppe namens „Sand im Getriebe“. Diese steht mit vielen offiziell als linksextrem eingestuften Organisationen in Verbindung. Dazu gehören unter anderem „Ende Gelände“, die sich vor allem in letzter Zeit gewaltsam gegen Kohleenergie und andere „Umweltsünder“ richtete und die „Interventionistische Linke“, die sich selbst als „multizentrische postautonome Organisation“ bezeichnet.


Erst kürzlich am 26. August gab es in Kronberg eine große Vandalismus-Aktion, bei der Unbekannte zig Autos ramponierten. Dabei wurde insgesamt ein Schaden mehreren hunderttausend Euro verursacht. Im Nachhinein bekannten sich anonyme und offenkundig linksextreme Täter auf der Website de.indymedia.org zu dem Massenvandalismus. Sie selbst bezeichnen sich als „vernünftig“. Etwas ignorant, wenn man gerade über 40 Luxuskarosserien zerkratzt, abgefackelt oder anderweitig ramponiert hat… Sie behaupten „Militanz ist notwendig und legitim“. Liebe Klimaterroristen, wenn ihr euch einmal mit dem Grundgesetz auseinandergesetzt hättet, wüsstet ihr, dass Gewalt eben in keiner Weise legitim ist.


Auf der Seite äußern sich die anonyme Armisten für den Umweltschutz auch zu der anstehenden IAA. Automobilität ist für sie nur umweltzerstörende Profitgeilheit. Deswegen unterstützen sie entsprechende Blockaden vor den Messehallen. Sie wollen „dem Automobilismus im Speziellen und der kapitalistischen Profitlogik als Ganzes Steine ins Getriebe werfen“. In meinen Augen und denen des Verfassungsschutzes eine indirekte Ankündigung von Gewalt. Direkte Gewaltandrohungen gab es nicht, jedoch schrieben die Randalemacher zu dem Massenvandalismus in Kronberg: „Unsere geplante Aktion ist ein Regelübertritt – deshalb haben wir ihn auch nicht offen Angekündigt“. Diese beiden Äußerungen in einem Kontext lassen auf Planung von enormer Gewalt bei der IAA schließen.


Im Übrigen finde ich die Formulierung „Regelübertritt“ ein wenig unpassend gewählt. Bei dem entstandenen Schaden sollte man eher von einem „gänzlichen Ignorieren diverser Gesetze, auf denen unsere moderne und friedliche Zivilisation beruht“ sprechen. Immerhin beschreiben sich die Klimaextremisten selbst als Wilde: „Wir haben die Eingangsbereiche von Jaguar Deutschland, Land Rover und Aston Martin zerstört und versucht so viele Luxuskarren wie möglich kaputt zu schlagen.“ (Rechtschreibfehler ohne Änderung übernommen).
Das LfV hat die Demonstrationen trotzdem erlaubt.

So wenig ich auch mit den Ansichten der Klimaaktivisten übereinstimme, sie sollen friedlich demonstrieren dürfen. Und die Extremisten, die im Schutz der Masse ihre Gewalttaten durchführen schaden eben auch all jenen friedlichen Demonstranten. Wie Air Türkis schrieb: „Wir müssen den Revoluzzern Bürgerlichkeit entgegenhalten.“. Trotzdem wird es ein großes Polizeiaufgebot geben, dass bei „Regelübertritten“ hoffentlich entschlossen eingreifen kann.

2 Antworten

  1. karlchen sagt:

    Ich hätte da mal ne dringende Frage: Wie soll man eigentlich als engagierter Klima-Aktivist Autofahrer und andere Klima-Schweine erkennen, wenn die grade nicht im Auto sitzen oder etwas anderes Klimaschädliches tun??? Vielleicht an einem gut sichtbaren Aufnäher an der Kleidung? Das hat sich doch irgendwo schonmal ganz gut bewährt… Komme grad nicht drauf….

  2. moneypenny sagt:

    „Klimaschutz“ ist nur der dünne Tarnmantel über den primitivsten Kräften: Zerstörungswut, Gewaltlust, Herrschsucht. Hier tobt sich blanke Infantilität aus, der kaum Grenzen gesetzt werden.
    Und aufs Grundgesetzt wird sowieso gepfiffen (illegal, aber legitim).