Kinderarbeit für Elektroautos: Bundesregierung ohne Skrupel

Von LUCY MAY | Die Bundesregierung kann Zwangs- und Kinderarbeit in der Produktion der für die Batterien von E-Autos benötigten Rohstoffe nicht ausschließen. Das ergabe eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Nach Angaben der Bundesregierung würden etwa zehn bis zwanzig Prozent der Kobaltproduktion in der Demokratischen Republik Kongo nicht industriell, sondern „artisanal“, also handwerklich, gefördert. Besonders hier bestehe das Risiko von Kinder- und Zwangsarbeit. Da die Produktion zum größten Teil nach China gelange, sei daher nicht auszuschließen, dass auch artisanal gefördertes Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo enthalten sei.

Als Reaktion hierauf kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Luksic, die Festlegung der Bundesregierung auf die Förderung von Elektroautos. „Die planwirtschaftliche Festlegung auf batteriebetriebene Autos riskiert nicht nur eine deutsche Schlüsselindustrie, sie geht auch einher mit problematischen Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörung.“, so Luksic.

Mit dieser Kritik spricht die FDP-Fraktion ein Tabu-Thema an. Es ist schon länger bekannt, dass an der Förderung von Kobalt auch Kinder und Zwangsarbeiter beteiligt sind. Etwa 60 Prozent des weltweiten Bedarfs wird von Minen in der Demokratischen Republik Kongo gedeckt und etwa 20 Prozent der dort geförderten Menge stammt aus illegalen Minen. In solchen Minen arbeiten ca. 40 000 Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen und befinden sich ständig in der Gefahr, lebendig begraben zu werden. Durch die steigende Zahl der Elektroautos und utopische Forderungen der Grünen, ab 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen, wird sich das Problem in Zukunft also nur verstärken. Aber nicht nur die sozialen Probleme, sondern auch die zahlreichen Umweltprobleme, die bei der Produktion von anderen Metallen wie beispielsweise Lithium entstehen, werden regelrecht totgeschwiegen.

Hier zeigt sich nun wieder das wahre Gesicht der Grünen und der Bundesregierung, die die Aspekte der fatalen Arbeitsbedingungen und der Umwelt in den Förderländern verschweigen und das Elektroauto stattdessen als „zukunftsfähige und umweltfreundliche“ Technologie in den Himmeln loben und sogar mit Unsummen fördern. Die einseitige Festlegung auf die Förderung der Elektroautos in Deutschland ist somit nicht nur für die Wirtschaft höchst gefährlich, da immer mehr Zweifel an dieser Zukunftsfähigkeit dieser Technologie aufkommen und Umweltprobleme nur in andere Länder verlagert werden.

4 Antworten

  1. karlchen sagt:

    Entlarvend!

  2. dasLinkeParadox sagt:

    Was interessieren mich Umweltschäden, Sklavenarbeit, Elendsverschärfung… woanders. Mein Gewissen ist hier daheim, mein gutes Gefühl zählt mehr alles andere. „Deine Möhren sinc nicht wichtiger als unser Klima“ das gilt auch auf für Wldrottung, Vogelschreiderei, Insektengenozid durch Windkraftparks und erst recht für das menschliche und ökologische Elend anderswo. Wenn nur das E-Auto die Welt retten kann, dann muss solche bedauerlichen Kolateralschäden halt in Kauf nehmen. Liebe Kinder anderswo „Eure Lebenesbedingungen sind nicht wichtiger als unser Klima!“

  1. 13. Juli 2019

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  2. 13. Juli 2019

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