Israel – meine ursprüngliche Heimat

5 Antworten

  1. Das Linke Paradox sagt:

    Schöner Bericht. Ich würde auch liebend gerne mal nach Israel. Mein Vorschlag war schon immer (auch als ich mich noch als “links” betrachtete – defacto war ich eigentlich immer nur sehr liberal und solidarisch) statt dem ganzen Holocaust-Überdosis eine verplichtendes Halbjahr für Schüler/Studenten in einem Kibuzz und im Gegenzug jungen Israelis nach D für ein Semester. Ferner hätten wir eine positive Erinnungskultur pflegen sollen, statt die Juden auf reine Opfer zu reduzieren. Wieviel deutsche WeltPatente, Weltkulturerbe, Nobelpreiise… sind defacto jüdisch-deutsch? Durch die reduzierung der Geschichte auf Schuld und Feindschaft haben wir eine ernstafte Versöhnung nachgerade torpediert. Der Lom-Kippur-Tag oder besser das fröhliche Pass-Fest als deutscher Feiertag hätte mehr echte Versöhnung gebracht, als dieser pathologische Schuldkomplex. Das ist selbstredend kein Veto FÜR das Vergessen, sondern für eine ausgewogen Balance hinsichtlich unserer GEMINSCHFTLICHEN Geschichte, die eben länger und vielschichtiger war, als diese 12 Terrorjahre. Ich behaupte die Ewiggestrigen, die es tatsächlich auch heute noch gibt, wären durch eine ausbalancierte Erinnerungs- oder besser Zukunftskultur noch isolierter und zahlenschwächer als sie ohnehin schon sind.
    Am Israel chai!
    PS: Bin übrigens kein Schüler mehr, ich war einer zur DDR-Zeiten und fühle ich mich auf fatale Weise an meinen damaligen Widerstand erinnert. Zwar habt ihr (noch) weniger Repressalien von Staates Seite aus zu befürchten, dafür steht ihr nicht selten isoliert gegen eure gleichgeschalteten Klassenkameraden, von denen wir hingegen idR insgeheim Zuspruch erhielten. Damals wie heute, braucht man Rückgrat um sich dem Irrsinn zumindest passiv zu widersetzen und Cojonos um aktiv dagegen zu positionieren. Schön zu sehen, das jeder Epoche ihre eigene Generation Widerstandskämpfer gebiert, die sich dem aktuellen Zeitgeist widersetzt!

  2. moneypenny sagt:

    Vielen Dank für den Bericht – ich fahre dieses Jahr selber das erste Mal nach Israel und freue mich schon sehr drauf! Dachte allerdings, dass es doch ne ganz schön ausgeprägte linke Szene gibt – zumindest in Tel Aviv…?

  3. Jan Schneider sagt:

    Unfassbar interessant! Würde gerne mal nach Israel. Die deutschen Politiker kümmern sich leider nur um Israel, wenn es um den Holocaust geht. Ansonsten ist ihnen der brutale Angriffskrieg der arabischen Nachbarn egal.

  4. Raubtierkapitalist sagt:

    Danke! Schöner Reisebericht!

    Im übrigen sind – Achtung, Sexismus! – die IDF-Soldatinnen oftmals sehr hübsch.