Irgendwann ist Schluss mit lustig – der Aufstieg der PARTEI ist kein Witz

Von JAN SCHNEIDER | Bei der Wahl zum Europaparlament 2019 in Deutschland zählt Martin Sonneborns Satirepartei ,,die PARTEI” zu den Wahlgewinnern. Mindestens 2% der Wähler schenkten dieser Partei ihre Stimme, sodass neben Martin Sonneborn auch sein Satirikerkollege Nico Semsrott ins Europaparlament einzieht. Je nach Prognose  könnten die beiden weibliche Unterstützung bekommen – nämlich von einer Bombe. Lisa Bombe. Ja, richtig gehört: Listenplatz 3 einer echten Partei heißt Bombe mit Nachnamen und kam nur zu diesem Listenplatz, weil sie so einen ,,lustigen” Nachnamen hat. Auf Bombe folgen Namen wie Heß, Speer, Bormann, Keitel und Göbbels. Satire. Haha. Lustig. Haha. Schaut man sich jedoch an, dass nun tatsächlich eine dieser zufällig ausgewählten Menschen eventuell ins Europaparlament einzieht und sich dort von Steuergeldern finanzieren lässt, ist das absurd. Man kann dem entgegensetzen, dass die Partei ja auch Inhalte haben würde und diese nur satirisch verpackt. Dies lässt sich mit einem Blick auf die Fakten stützen: Sonneborn, welcher vor der Wahl einziger Abgeordneter der PARTEI war, kündigte an, abwechselnd mit Ja und Nein zu stimmen, tat dies jedoch nicht. Stattdessen folgte er wohl eher seinen politischen Überzeugungen – er hat eine starke Nähe zur Antifa.  Eine Partei, die sich als Satirepartei wählen lässt und dann ernsthafte Politik machen will ist nicht nur heuchlerisch, sondern gefährlich. Der Wähler weiß nicht, was er da wählt und denkt er protestiert mit seiner Stimme gegen die etablierten Partei oder wählt ,,lustige Dudes”, in Wahrheit wählt er aber Menschen, deren Ansichten er eventuell nicht einmal teilt. Besonders erschreckend ist, dass die PARTEI unter den Erstwählern mit 9% drittstärkste Kraft wurde (Anmerkung des Autors: alle Ergebnisse berufen sich auf Prognosen und/oder Hochrechnungen. Ein Endergebnis lag zur Zeit der Veröffentlichung noch nicht vor). Die Jugend rennt Trendsettern (PARTEI, Grüne) hinterher und hinterfragt die Inhalte nicht. Das ist das wahre Problem. Ein Abgeordneter im Europaparlament und einer in irgendeinem Stadtrat mögen noch ganz lustig sein, irgendwann ist es aber zu viel.

2 Antworten

  1. Constanze H. sagt:

    Danke für diesen Aetikel. Das war längst fällig, das man auf die Menschenfischerei vornehmlich junger Menschen dieser Paetei angeht. Die Partei ist links, sogar Ultra-Links! Das einzig witzige an der “Titanic” ist, das sie sich als Satiremagazin ausgibt. Ansonsten wie alle Wurstblätter nur noch als Klopapier brauchbar.