Iranische Sportler wollen nicht gegen israelische antreten

Von MANUEL FREUND | Wie schon viele Male zuvor boykottierten iranische Athleten vor Kurzem sportliche Wettkämpfe an denen israelische Athleten teilnehmen. So verlor der Judo-Weltmeister Saeid Mollaei absichtlich im Halbfinale beim Judo Grand Slam Paris vom 9. auf den 10. Februar, um im Finale nicht gegen den Israeli Sagi Muki antreten zu müssen. Dafür vergab Mollaei seine Chance auf die Goldmedaille.

Der Kommandant der Organisation der Basiji-Athleten Davoud Azarnoush nahm dazu Stellung: Für ihn sei ein Wettkampf auf einer Ebene mit Israel nicht bestreitbar. Nach der iranischen Ideologie wäre schon allein die Anerkennung Israels als Staat nicht möglich. In seiner Stellungnahme betont er besonders, dass er hoffe, dass Israel bis zu den nächsten Olympischen Spielen 2020 in Tokio ausgelöscht sei, damit ein fairer Wettkampf ausgetragen werden könne.

Dieses Statement und die jahrelange Verweigerung des sportlichen Wettstreits mit israelischen Sportlern zeigen eindeutig: Der Konflikt zwischen den beiden Ländern geht vom Iran aus. Israelische Sportler haben kein Problem damit, gegen Athleten aus dem Iran, Syrien, Irak oder anderen islamischen Staaten anzutreten. Israel hat nicht die Absicht, den umliegenden islamischen Staaten Schaden zuzufügen. Der Iran hingegen weigert sich trotzig, irgendetwas mit Israel zu tun zu haben.

Besonders verheerend ist, dass Azarnoush gerade die Olympischen Spiele, ein Event, welches Länder zusammenbringen soll und Frieden stiften soll, als zeitliches Ziel für die Vernichtung Israels ansetzt. Nicht umsonst ist der Hintergrund der Olympischen Flagge weiß, wie die Friedensfahne, und nicht umsonst sind die fünf Olympischen Ringe, die für die fünf Kontinente stehen, ineinander verkettet. Der Iran versucht mit solchen Statements, die Ringe auf der Fahne zu separieren und den Hintergrund blutrot zu färben.

Auch am 5. September 1972 haben palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln genommen und einige von ihnen getötet. Vermutlich werden sich auch 2020 einige islamische Länder nicht an die vorgesehene Friedenszeit während den Olympischen Spielen halten.

Ich fordere hiermit im Namen von Apollo News auf, Athleten zu disqualifizieren und zu sperren, die aus xenophobischen Gründen Wettkämpfe gegen bestimmte ethnische Gruppen boykottieren. Sport sollte kein Austragungsort für politische Konflikte werden, vor allem nicht, wenn das Motiv rassistisch ist.

1 Antwort

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Ganz genau, unsportlicher gehts nicht!
    Und dass in Deutschland niemand aufschreit, wenn die Vernichtung Israels gefordert wird, ist ohnehin unfassbar.
    Wenn man schon Faschisten bekämpfen will – bitte sehr, da sind sie! Das wäre mal mutig.