Hype vs. Inhalt: der grüne Mythos

Von Max Zimmer | Die Grünen erleben gerade die größte Erfolgswelle ihrer Geschichte. Innerhalb weniger Monate wurden durch mediale Dauerbeschallung zum Thema Fridays for Future, Greta und Klima aus mickrigen 8% bis zu 27% in den Umfragen. Viele Menschen sind der Ansicht, die Grünen hätten die richtigen Antworten auf das angeblich brennenste Thema unserer Zeit – den Klimawandel – und halten sie auch sonst für politisch kompetent. Es sieht also so aus, als seien die Grünen eine Partei der Inhalte – das suggerieren zumindest unkritische ARD Interviews, gönnerhafte Berichterstattung und Dauerauftritte in Talkshows.

Einen ganz anderen Eindruck macht da schon der Social Media Auftritt der verschiedenen Parteien: Obwohl die Grünen mit fast 100.000 Abonnenten auf Instagram die größte Anzahl an Followern haben, weisen sie die geringste Aktivität auf: in den letzten 10 Wochen kamen lediglich 8 Posts – nicht mal einer pro Woche. 

Bei den anderen Parteien sieht das ganze anders aus: So postete die AfD in derselben Zeitspanne ganze 190 Beiträge, bei den Linken sind es immerhin 108. Die CDU liegt mit 67 auf Platz 3, gefolgt von der FDP mit 58. Diese Zahlen zeigen, zumindest Bezogen auf die Social Media Arbeit der Parteien, wo eindeutig am wenigsten Inhalt zu sehen ist – bei den Grünen – und machen dabei die Absurdität deutlich, die den grünen Hype ausmachen. 

Eine Partei mit keinerlei Inhalten, außer oberflächlicher Parolen und ignoranter Feelgood-Politik, wird als vernünftig und besonnen verklärt, während man keinerlei konkrete Arbeit der Partei sieht, geschweige denn Inhalte. Die Grünen haben langfristig genau so wenig Fundament zum politischen Wirken, wie die Merkel-CDU oder die bröckelnde SPD. 

Der Hype wird von geringer Dauer sein, je nachdem wie lange es dauert, bis die Mehrheit der Menschen sich einmal die Kosten-Nutzen Rechnung grüner Politik etwas genauer anschaut. Dazu kommt die Tatsache, dass dieser Mangel an konkreten Forderungen oder Inhalten ein bewusstes Kalkül der Grünen ist. Die Strategen der Partei wissen ganz genau, dass ein realpolitisches Programm, dass ihrer Panikmache gerecht wird, sehr, sehr teuer wäre, und vielleicht einigen potenziellen Wählern vor Augen führen würde, was das Wählen dieser Partei bedeutet. 

Da bleibt man lieber bei den Phrasen, und versteckt seine Vorhaben hinter uneindeutigen Pseudo-Forderungen wie “mehr Klimaschutz“. Ich jedenfalls freue mich auf den ersten grünen (oder vielleicht auch Grün-Rot-Roten) Masterplan zur Weltrettung, weil er das Platzen der grünen Blase besiegeln würde.

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