Heiko Maas, Atomraketen und Killerroboter

Von MAX ROLAND | Seitdem der INF-Vertrag geplatzt ist, werden wir alle sterben. Also zumindest war das der Ton, der seit der Kündigung des Abkommens durch US-Präsident Trump in den Medien angeschlagen wurde. Seltsam: Der Atomtod würde nach der einhelligen Meinung unserer Leit-und Qualitätsmedien nicht vom Ural, sondern von der anderen Seite des Atlantiks kommen.

 

Die Russen richten ihre Mittelstreckenraketen auf uns. Aber die USA, die uns beschützen wollen, sind die Bösen, findet Heiko Maas.

 

Zwar haben die Russen das Abkommen seit Jahren verletzt (So stehen in der russischen Enklave Kaliningrad Iskander-Raketen, die Berlin in unmittelbarer Reichweite haben), aber das ist egal – irgendwie. Um diese Logik zu verstehen, muss man wohl Politiker sein. Wie Heiko Maas. Der Heiko sollte zwar eigentlich wissen, dass die russischen Boden-Boden-Raketen explizit auch auf die Stadt gerichtet sind, in der er arbeitet. Aber falls er das weiß, ignoriert er das sehr effizient. Für ihn kommt die Gefahr aus dem Westen, und zwar in Form von möglichen US-Mittelstreckenraketen, die in Europa stationiert werden könnten. „ Europa darf auf gar keinen Fall zum Schauplatz einer Aufrüstungsdebatte werden“, so Maas. „Eine Stationierung neuer Mittelstreckenraketen würde in Deutschland auf breiten Widerstand stoßen.“  Die Haltung der Friedensbewegung der 80er ist jetzt also die offizielle Haltung der Bundesregierung: Lieber vor der atomaren Bedrohung des Ostens auf den Rücken werfen, als dieser etwas entgegenzusetzen. Wäre ja nur Berlin, was im Zweifel unter Feuer gerät. Heiko Maas wäre da sicherlich in irgendeinem Regierungsbunker, im Saarland oder sicher hinterm Rhein oder Atlantik.

Statt der Bedrohung durch Moskau also etwas entgegenzusetzen, will Maas einen Vertrag, an den sich die Russen, im Gegensatz zum letzten, sicherlich halten werden. Mit dem will er neue Rüstungskontrolle durchsetzen. Nicht nur für Atomwaffen. Nein, Maas denkt weiter. Im Angesicht der russischen Atomwaffen vor unserer Haustür will sich Maas jetzt auch der Kontrolle von „Killerrobotern“ widmen. Prost. Anstatt offensiv die Abrüstung der Iskander-Raketen zu fordern, will Maas lieber die USA daran hindern, darauf zu antworten, und sich mit irgendeiner Zukunftsmusik auseinandersetzen. Zukunftsorientierung in Ehren: Aber solange russische Atomwaffen auf die Bundeshauptstadt gerichtet sind, kann von Entspannung keine Rede sein. Es sei denn, man heißt Heiko Maas. Ich auf jeden Fall hoffe, dass die KI bald entwickelt und der Bundesregierung zur Verfügung gestellt worden ist. Denn an Intelligenz, egal ob menschlich oder künstlich, mangelt es dort anscheinend massiv.

6 Antworten

  1. Raubtierkapitalist sagt:

    Mit den Killerrobotern fängt’s an. Heiko Maas hat das erkannt. Vermutlich ist er der Einzige, der die Rebellion der Maschinen stoppen kann!!

  2. moneypenny sagt:

    Wenn der Herr Maas sich tatsächlich mit den Gefahren von KI beschäftigen will, muss er sich mit China auseinandersetzen – und ich fresse einen Besen, wenn er diesen Kommunisten nicht in den Allerwertesten kriecht…!

  1. 28. Dezember 2018

    […] über Heiko Maas, Atomraketen und Killerroboter — Apollo News […]