Grüne gegen Generalsnamen für Kreuzberger Straßen

Von MAX ROLAND | Blücherstraße, Moltkestraße, Tresckowstraße: In fast jeder Stadt gibt es Straßen, die nach Generälen benannt sind. Auch in Berlin-Kreuzberg. Doch wenn es nach den Grünen geht, soll damit bald Schluss sein.

 

 

Denn die Grünen haben etwas vor: Sie wollen „den öffentlichen Raum entmilitarisieren“. Sie fordern im Bezirksparlament die „Umbenennung aller nach Generälen und Schlachten benannten Straßen und Plätze“. Yorckstraße, Blücherstraße, Gneisenaustraße: All diese Straßen in Kreuzberg sollen umbenannt werden. Zur Begründung ihres Antrags führen die Grünen an, die Straßennamen seien heute nicht mehr angebracht, angesichts der „tiefen Partnerschaft zwischen den ehemaligen Erbfeinden Frankreich und Deutschland“. Für solche Gedankengänge muss man wirklich Grüner sein.

Zwar haben Blücher und Yorck Deutschland von der napoleonischen Fremdherrschaft befreit: Aber hey, solcher Leute ist doch nicht zu gedenken? Immerhin ist das ja preußisches Militär. Und das ist ja, zumindest für die Grünen, die Wurzel allen Übels. Das haben die Kommunisten in Berlin schon erkannt, als sie unter Ulbricht das Stadtschloss wegsprengten. Die Hinterlassenschaften der SED in Berlin, z.B. eine Karl-Marx-Straße, interessieren die Grünen wahrscheinlich weniger – irgendwie verdammt entlarvend.

Übrigens sollten die Grünen vielleicht mal nachschauen, woher der Name der grün-linken Hochburg Kreuzberg stammt: Das Viertel ist benannt nach dem Eisernen Kreuz. Berlin sollte schnellstens eine Umbenennung anstreben, die den Realitäten dort eher entspricht: Hammer-und-Sichelberg oder sowas.

1 Antwort

  1. baghira sagt:

    Hammer-und-Sichelberg 😂😂😂 Wobei das irgendwie mit dem öffentlichen massenhaften Drogenkonsum kollidiert, den ich gestern beim Spazieren durch den Wrangel(!)-Kiez nicht übersehen konnte. Ein paar preußische Generäle wären da nicht schlecht…