Grüne Berlin: 3 Gramm Schnee trotz Klimawandel

Von Max Roland | Die Grünen werden immer als “Verbotspartei” betitelt. Doch diesem Mythos müssen wir entschieden widersprechen, denn das sind mal wieder rechte Fake-News – die Grünen sind überhaupt nicht so verbotswütig. 

Gut, manche führen jetzt Fakten ins Feld. So haben die Grünen als Bundestagsfraktion in der laufenden Legislatur schon 26 Verbote beantragt – das sind mehr als acht mal so viele wie Union und SPD zusammen. Aber das sind rechte Hassfakten. 

In Wirklichkeit zeigen die Grünen immer wieder, dass sie gar keine Verbotspartei sind, wie alle (die rechten Hetzer) sagen. Bühne frei für Catherina Pieroth. Die gute Frau (?) ist drogenpolitische Sprecherin der Grünen in Berlin und hat jetzt gefordert, das Konzept des Eigenbedarfes bei Drogen auch auf Kokain und Heroin auszuweiten. Drei Gramm sollten erlaubt sein, sagte Pieroth dem rbb. “Das wäre eine Entlastung für Polizei, Gesellschaft und alle Beteiligten”.  Dann kann die Polizei endlich die wichtigen Dinge tun und Leute verfolgen, die Claudia Roth Hasspost geschickt haben. Und die Heroinabhängigen können in Ruhe spritzen. Und dank drei Gramm Kokain können wir uns trotz Klimawandel noch über Schnee freuen. Die Grünen sind also gar nicht so verbotswütig, wie alle sagen. Sie fördern freies Unternehmertum (im Görlitzer Park, nicht auf dem Markt) und sind für Freiheit (der Kokser, nicht der Normalbürger). Aber halt – hatte der Stern nicht gerade erst festgestellt, dass Kokain dem Klima schadet? Ach ja. Damit streichen wir den Vorschlag wieder. Oder wir investieren mit Volker Beck gemeinsam in klimaneutrale Drogenproduktion. 

3 Antworten

  1. moneypenny sagt:

    Gesetzesverteter, die sich für Drogenkonsum aussprechen und den Dealern ihr Handwerk erleichtern wollen… Das erinnert mich irgendwie an diese Western, in denen die Sheriffs mit den Banditen gemeinsame Sache machten…
    Nur: der coole Typ, der in dieses verdammte Kaff reitet und aufräumt, ist leider weit und breit nicht in Sicht….

  2. jonas sagt:

    Die Wirklichkeit toppt jede Satire. Da kommt auch Böhmi nicht gegen an

  3. dasLinkeParadox sagt:

    Zur Freiheit gehört auch das Recht auf Selbstzerstörung.
    Abgesehen davon: Man kann den “Kampf gegen Drogen” via Aufklärung führen, aber via polizeilicher Restriktionen bringt das partout nix, es verschleudert Unsummen, macht Clans und andere OK stark, sorgt für Beschaffungskriminalität und mehr Drogentote durch dubios gestrecktes Zeux. Mit einer liberalen Drogenpolitik würden wir Gelder einsparen, könnten im Gegenteil Gelder einnehmen und so die KK unterstützen, denn auch mit liberaler Drogenpolitk wird es drogenbedingte KK- und Reha Aufenthalte geben. Aber einen Großteil der Zusatz-Probleme die erst durch Illegalität entstehen, würden entfallen.
    Sehr selten, aber manchmal eben doch haben auch die Grünen Recht!