Fünf Jahre Kölner Silvesternacht: Die Angst ist geblieben

2 Antworten

  1. Um sagt:

    Der Artikel ist rhetorisch gut, leider aber sehr einseitig. Was in dieser Nacht geschah, ist unbestritten eine unbeschreibliche Katastrophe.
    Aber: In meiner Jugend Ende der 80er/Anfang der 90er z. B. wurden meine Freundinnen und ich und sicher auch viele andere junge Frauen als 16, 17jährige in Discotheken (heute Clubs genannt), auf Partys oder der Straße ständig angemacht und angegrabscht und aus heutiger Sicht sexuell belästigt. Wir dachten, es muss so sein, da nie jemand etwas dagegen getan und oder gar eingegriffen hat. Im Gegenteil, man wurde ausgelacht und musste sich sagen lassen, sich doch nicht so zu haben und dich zu freuen, schließlich hieße das doch, dass man begehrt wird. Nur: damals waren es ausnahmslos weiße deutsche Männer. Die konnten wir nicht einfach in eine Schublade stecken und verurteilen. Der Tatbestand war einfach nicht definiert. Die Schuld, wenn es eine gab, lag bei uns. Ihr Artikel aber soll wohl das Gefühl vermitteln, dass die Schwere sexueller Übergriffe von der Herkunft des Täters abhängt. Sind die Täter halt brave korrekte deutsche Männer, ist alles nicht so schlimm. Diese weißen und deutschen Männer treiben heutzutage ihre Handlungen anonym im Internet auf widerlichste Art und die von Ihnen benannten Migranten treten im Reallife in Erscheinung und werden daher so wahrgenommen. Das Problem ist das der sexuellen Übergriffe von männlichen Personen überhaupt und nicht einer bestimmten Herkunft. Sie haben Ihren Schuldigen gefunden und glauben, ohne die Migranten gäbe es das in Deutschland nicht. Beim rheinländischen Karneval lassen sich deutsche Frauen freiwillig von deutschen Männern lachend begrapschen, ist ja alles nur Spaß?

  1. 4. Januar 2021

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