“Fridays for Hubraum“, oder: Wir sind mehr

Von Max Zimmer | Angesichts der Klima-Proteste der Fridays for Future Bewegung, der Hunderttausenden Demonstranten, der medialen Dauerpräsenz von Greta Thunberg und der angeblichen breiten gesellschaftlichen Unterstützung für radikale Forderungen konnte in letzter Zeit der Eindruck entstehen, Kritiker des grünen Zeitgeistes seien in hoffnungsloser Unterzahl. Scheinbar zu Unrecht – im Internet sammelt sich gerade eine digitale Gegenbewegung zu den freitäglichen Weltrettern und Untergangspropheten. 

Eine Initiative auf Facebook mit dem Namen “Fridays for Hubraum“ übt offen Kritik an den Forderungen von Fridays for Future, und möchte die Stimme jener Stärken, denen keine mediale Plattform, geschweige denn UN-Auftritte gegeben wird, und die auf Autos auch mit einem verhassten Verbrennungsmotor angewiesen sind.

“Dem überhand nehmenden Klima-Wahn mit Spaß entgegentreten” ist das erklärte Ziel der Gruppe, die mittlerweile (trotz vorrübergehender Außerbetriebnahme wegen Hasspostings) knapp 400.000 Mitglieder akquirieren konnte, und damit etwa 5 mal so viele wie die Fridays for Future Deutschland – Gruppe hat.

Weiter heißt es in der Eigenbeschreibung: “Wir wollen unsere Autos weiter fahren. So wie wir das möchten. Ohne CO2 Steuer, Fahrverboten, Umweltzonen oder sonstigen Kopflosen Entscheidungen.“ Knapp 400.000 Menschen unterstützen also diesen offenen Widerspruch an Gretas Panikmache, was zeigt, dass die Anzahl der Kritiker oder auch “Skeptiker“ durchaus größer ist, als Seitens vieler Medien häufig suggeriert. Viele Menschen sind angewiesen auf ihre Diesel und Benziner, sie wollen keine Co² und Fleischsteuer zahlen, keine Erhöhung der Heizkosten, keine staatliche Plünderung mit dem vorgeschobenen Argument der Weltrettung.  “Deutschland kann nicht auf Kosten von tausenden Arbeitsplätzen die Welt retten“, heißt es so auch in der Beschreibung.

Auch in Teilen der Medien und selbst in etablierteren Parteien regte sich nach Gretas radikal-Auftritt vor den Vereinten Nationen erstmals lautere Kritik. Überzogene und inhaltlich komplett unsachliche Äußerungen wurden ihr nicht nur von den “Rechtspopulisten“, sondern bis hin zu Merkel und Macron attestiert. 

Auch Wolfang Kubicki griff in einem “Welt“-Interview die Klimabewegung scharf an, sprach von einem gefährlichen Rigorismus, der der Bewegung inne wohnt. Vielleicht hat Gretas wutentbrannte Rede vielen Menschen gezeigt, was für ein toxischer Extremismus und welche damit einhergehende, destruktive Dynamik in der Bewegung und vor allem der Person Greta Thunberg steckt.  Eine Sache war in den letzten Tagen zu sehen, von Süddeutsche über Welt und TAZ, bis hin zu “Fridays for Hubraum“: Kritik und Widerspruch an dem modernen Ökopopulismus wird salonfähiger, und tritt medialer öfter in Erscheinung. 

5 Antworten

  1. Lutz Ludwig sagt:

    Lieber Herr Zimmer, Sie vergessen zu erwähnen, dass die Greta-Anhänger überwiegend aus einer Alterskohorte rekrutiert werden, die weniger über Facebook als überwiegend über die FB-Ableger z.B. Instagram und Twitter interagieren. Mein Kommentar soll nicht Ihren Beitrag schmälern, sondern dient der Vollständigkeit.

  2. Luis sagt:

    Richtig so. Die Ökomarxisten sollen sich mal nicht einrede, für die ganze Jugend, geschweige denn für die ganze Gesellschaft zu reden.

  3. karlchen sagt:

    Endlich mal ne gute Nachricht!