Ethikratvorsitzende Buyx auf Abwegen – 2G in bestimmten Bereichen ethisch vertretbar?

Von Simon Rabold |Die Deutsche EthikratVorsitzende Alena Buyx hat sich einen neuen Fauxpas geleistet. Es fällt inzwischen schwer, noch von Ethik zu sprechen. Der Ethikrat war einst ein angesehenes Gremium in Deutschland. Dort sollen gesellschaftlich relevante Fragestellungen diskutiert werden, um so Politik und Gesellschaft zu beraten, oder auch mal kritisch auf die Finger zu schauen. Mit Frau Buyx als Vorsitzende ist dies aber passe. Das verrät ein Blick auf ihren Twitter-Account. Von einer Ethikratsvorsitzenden würde man sich eine gewisse Neutralität erwarten, Alena Buyx retweetet indes fleißig Karl Lauterbach und Melanie Brinkmann, beides starke Verfechter einer „NoCovid-Strategie“. Dass diese nicht mit Erfolg gekrönt ist, zeigt aktuell wohl ein Blick nach Australien deutlich genug. Dazu aber kein Wort von Buyx.

Ganz im Gegenteil, die „Medizinethikerin“ stößt ins gleiche Horn wie die Kollegen Lauterbach und Co. So fordert sie Impfangebote. 2G, also der Zugang zu bestimmten Bereichen nur für Geimpfte und Genesene hält sie für ethisch vertretbar. Puh. De facto gab es seit dem 2. Weltkrieg in Deutschland noch nie eine so große Ausgrenzung einer gesellschaftlichen Gruppe. Diese entbehrt auch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, können Geimpfte das Virus bekanntlich genauso weitergeben. Wer Angst oder ein Risiko hatte, konnte sich ja bis jetzt impfen. Der Wert der Eigenverantwortung der Bürger scheint für Alena Buyx obsolet.

Auch die Tatsache, dass durch die Impfnachweise der Bürger wohl immer gläserner wird, dazu hört man vom Ethikrat kein Wort. Stattdessen hielt dieser letztens seine Jahrestagung unter dem Motto „Dimensionen der Ernährungsverantwortung“ ab. Große Überschrift: „Essen ist nicht nur Privatsache“, sagte Frau Buyx. Der Bürger darf nicht mehr selbst über seine Essenvorlieben und gesunde Ernährung entscheiden. Die Zeiten, in denen es den Staat nichts anging, was ich esse, sind wohl vorbei. Nun gut, es dient ja meiner und unser aller Gesundheit, wenn ich weniger Fleisch und Zucker esse, überlaste ich ja angeblich auch nicht unser Gesundheitssystem.

Passend dazu forderte Frau Buyx vor kurzem mehr Anreize für Menschen zu einer Corona-Impfung. Als Beispiel für einen kleinen Anreiz nannte sie Einkaufsgutscheine oder einen Donut. Vielleicht hat sie ja den Beruf verfehlt und hätte stattdessen eine dieser borstigen Kindergärtnerinnen werden sollen?

4 Antworten

  1. Antonio Espinosa sagt:

    Wie im Artikel richtig zu Protokoll gegeben, können Geimpfte ebenfalls Virusüberträger sein. 2G führt somit in eine Pandemie der Geimpften, weil:

    – Übertragungen von Geimpften auf jedwede Person – egal welchen Impfstatus sie hat – stattfinden können

    – Für Geimpfte in vielen 2G-Bereichen die Einhaltung der Hygieneregeln (Masken, Abstand etc.) nicht mehr verpflichtend ist

    – Impfungen allenfalls über 3 Monate die ‘volle Schutzwirkung’ ausüben, danach fällt diese rapide ab (bis zum Zeitpunkt von 6-8
    Monaten, wenn die sog. Booster-Impfung – nach Auskunft der Hersteller selbst – unabdingbar ist)

    Man braucht nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, daß in naher Zukunft in unseren AgitProp-Medien steigende Fallzahlen zur ‘Pandemie der (bösen) Ungeimpften’ umdeklariert werden.

    Für die Erklärung der zunehmenden Hospitalisierungen Geimpfter (Impfdurchbrüche) muß dann die vergleichsweise hohe Impfquote herhalten, so wie in Israel, dem leuchtenden Beispiel der ‘neuen Freiheit glücklicher Geimpfter’, von dem man in unseren Medien ‘merkwürdiger Weise’ plötzlich gar nichts mehr hört.

    Das einzige ‘Ethik’-Argument wäre eine Überlastung des Gesundheitswesens durch schwere Fälle (so sie denn durch Impfungen tatsächlich wirksam verhindert werden). Dieses ist aber angesichts des drastischen Intensivbetten-Abbaus innerhalb der letzten Monate (mit staatlicher Förderung/’Krankenhausfinanzierungsgesetz’) kaum glaubhaft zu vermitteln.

    Im Großraum Heilbronn und Umgebung (Landkreis) liegen gerade einmal 5 Covid-Patienten auf Intensiv. Darunter womöglich ein Geimpfter und drei mit schweren Vorerkrankungen …

    Die Statistiken sind ohnehin völlig wertlos. Wenn jemand mit Verletzungen aus einem Autounfall auf Intensiv kommt, und der obligatorische Test ergibt ‘Corona positiv’, geht der Fall als Corona-Hospitalisierung in die Akte ein, auch wenn der Patient niemals geringste Symptome wie Halsweh oder leichtes Fieber hatte, sondern in der Station auf die OP seiner Verletzungen und Knochenbrüche wartet.

  2. Olaf sagt:

    Inzwischen nervt mich dieser Staat. Die Einschränkungen sind nicht mehr akzeptabel und auch Nachbarstaaten zeigen das es anders geht, Bei uns scheint man eine Art neuer Obrigkeit installieren zu wollen. Es MUSS endlich wieder eine Rückkehr zur Normalität geben. Wer nicht geimpft ist will es halt nicht und muss dann eben mögliche Folgen tragen.

  3. Tim sagt:

    Hervorragender Artikel! Zu solch einem “Ethikrat” fällt einem wirklich nichts mehr ein! Ich gehe ganz sicher (trotz Impfung) nirgens einkaufen wo man versucht eine “2 G Regel” durchzusetzen! Bei denen fehlt ja erkennbar nicht nur eine Latte am Zaum! (Von Essvorschriften – noch dazu nach Studienlage teilweise der Gesundheit abträglichen! – will ich gar nicht erst anfangen! (Und bisher musste ich Idioten auch nicht erklären wo und weshalb sie in Ernährungsfragen falsch lagen – da Essen Privatsache war…… wenn die nun anfangen meinen Kindern Hirnnahrung (also tierische Fette) auszureden oder gar zu verbieten, müssen die sich aber warm anziehen!

  1. 16. Oktober 2021

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